Bundesliga

Beiersdorfers Ärger über Werder

Hamburg: Giftpfeile wegen Carlos Alberto

Beiersdorfers Ärger über Werder

Dietmar Beiersdorfer (l.) und Klaus Allofs

Nicht einer Meinung: Dietmar Beiersdorfer (l.) und Klaus Allofs. imago

Zum Wochenanfang hatte Werder-Boss Jürgen L. Born in der "Kreiszeitung Syke" gesagt, der HSV sei zuletzt im Preis immer höher gegangen, Manager Klaus Allofs deutet zudem an, mit Geld sei alles möglich. Mit einem Hamburger Kauf-Angebot in Höhe von acht Millionen Euro für den Mittelfeldspieler wurde daraufhin spekuliert.

Beiersdorfer ist über diese Andeutungen verärgert: "Dienstag noch hatte ich ein freundschaftliches Telefonat mit Klaus Allofs. Insofern überrascht mich das. Solche Dinge hatte Werder bislang nicht nötg und es steht ihnen auch nicht gut zu Gesicht." Tatsächlich bietet der Nordrivale um Carlos Alberto mit und scheint ähnliche Aussichten wie Bremen im Rennen um das Objekt der Begierde zu haben, doch Beiersdorfer stellt klar: "Von Preistreiberei kann keine Rede sein." Der Sportchef dementiert energisch ein Kaufangebot in Millionenhöhe: "Wir reden gerade ausschließlich von einem Leihgeschäft. Und seit Wochen wurden die Parameter des Transfers nicht mehr verändert."

Wie Streit und Poker ausgehen, scheint unverändert offen. Zum Hamburger Trainingsstart am 2. Juli soll die Personalie möglichst entschieden sein, zumal eine weitere davon abhängig ist: Käme der im Mittelfeld auf sämtlichen Offensiv-positionen einsetzbare Brasilianer, würde der HSV offenbar seine Haltung im Fall Piotr Trochowski (23) doch ändern und zumindest einem Leihgeschäft (unter anderem sind Dortmund und Hannover interessiert) zustimmen. Der unzufriedene Nationalspieler hätte mit Carlos Alberto einen weiteren Konkurrenten mehr und wäre zudem von der Gehaltsliste.

Sebastian Wolff