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Bei Zverev regiert der Frust: "Es ist meine Schuld"

Nach Halbfinal-Aus bei den French Open

Bei Zverev regiert der Frust: "Es ist meine Schuld"

Bedient nach dem Halbfinal-Aus in Paris: Alexander Zverev.

Bedient nach dem Halbfinal-Aus in Paris: Alexander Zverev. Getty Images

Vier Matchbälle hatte Alexander Zverev im fünften und entscheidenden Satz noch stark abgewehrt, mit Nummer fünf machte sein Kontrahent und Angstgegner Stefanos Tsitsipas aber alles klar - und siegte damit zum sechsten Mal im achten Duell mit Deutschlands Nummer 1.

Die Chance auf Zverevs zweites Major-Finale blieb somit ungenutzt, was allen voran an eigenen Fehlern sowie einem miserablen Start bei der 3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 3:6-Niederlage lag. Das wurmt ihn selbst am meisten, wie er selbst kurze Zeit nach der Pleite eingeräumt hat.

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Der Weltranglistensechste übt sich in schonungsloser Selbstkritik: "Ich kann nicht gegen einen Top-Ten-Spieler die ersten beiden Sätze so spielen. Er ist jetzt im Finale, ich nicht. Am Ende des Tages ist es meine Schuld." Für den 24-Jährigen hat sich mit der schwer zu verdauenden Niederlage zudem noch ein echter Fluch fortgesetzt. Es bleibt dabei, dass Zverev bei Grand Slams Top-10-Spieler partout nicht schlagen kann - bei inzwischen schon zehn Versuchen. "Solche Statistiken interessieren mich nicht. Ich weiß, zu was ich fähig bin", hatte Zverev diesbezüglich vor dem Match gesagt.

"Der Sieg geht völlig in Ordnung"

"Alles in allem geht der Sieg völlig in Ordnung", sagte Boris Becker derweil bei "Eurosport" über den siegreichen Griechen. "Tsitsipas war über weite Strecken der aktivere und auch bessere Spieler." Der bis dato letzte deutsche Profi im Finale von Roland Garros bleibt Michael Stich, der einst 1996 das Endspiel gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow verloren hat.

mag/sid

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