Bundesliga

Bei den Mainzer Ecken läuft es nicht rund

Zahl der Gegentore nach ruhenden Bällen nimmt zu

Bei den Mainzer Ecken läuft es nicht rund

"Wir müssen in den Standards konsequenter sein": Der Mainzer Rechtsverteidiger Daniel Brosinski.

"Wir müssen in den Standards konsequenter sein": Der Mainzer Rechtsverteidiger Daniel Brosinski. picture alliance

Die Bilanz ist kurios. 40,74 Prozent seiner 27 Tore erzielte Mainz nach ruhenden Bällen, darunter dreimal nach Ecken. Ligaweit sind nur zwei Vereine prozentual besser. Es scheint also, als wüssten Kapitän Stefan Bell und Co., wie sie sich bei Standards zu verhalten haben, auch die Zahl der Gegentore nach ruhenden Bällen ist mit elf von 39 (28,21 Prozent) nicht außergewöhnlich hoch. Nur nach Eckstößen schlägt es im Mainzer Tor häufig ein: Gegen Gladbach und Berlin fielen alle drei Gegentore auf diese Weise. Sechs von insgesamt 141 Ecken brachten die Mainzer Gegner 2018/19 im FSV-Tor unter, das entspricht 4,3 Prozent. Noch anfälliger sind nur noch der SC Freiburg (5,7), Hannover 96 (5,8) und Bayer Leverkusen (6,8 Prozent).

"Wir müssen einfach schauen, dass wir die Ruhe bewahren"

"Wir müssen in den Standards konsequenter sein", betont Daniel Brosinski. Der Rechtsverteidiger war gegen Gladbach an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, nachdem er wegen eines grippalen Infekts zweimal Giulio Donati den Vortritt überlassen musste. Ein Selbstläufer war die Rückkehr in Brosinskis Augen nicht: "Das war nicht unbedingt klar, Giulio hat seine Sache gut gemacht." Angesichts des großen Punkteabstandes zu den Abstiegsrängen gehen alle in Mainz gelassen mit der Negativserie (fünf Niederlagen in sechs Spielen) um. "Wir müssen einfach schauen, dass wir die Ruhe bewahren, wir haben gesehen, dass wir kicken können", sagt Brosinski.

Die offensivstarken Gladbacher hat Mainz nach einer Dreifachchance der Borussia in der 2. Minute vom Tor weggehalten, stand nach dem Abpfiff trotzdem wieder mit leeren Händen da, wie schon in Berlin oder auch vor wenigen Wochen in Wolfsburg. "Wir müssen lernen, Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen und den Gegner niederringen", fordert Sportvorstand Schröder.

Testspiel in der Länderspielpause

Die Länderspielpause Mitte März nutzen die FSV-Profis zu einem Trainingsspiel gegen den TSV Schott Mainz. Das Match gegen den Oberligisten wird am Donnerstag, 21. März um 17 Uhr im Bruchwegstadion angepfiffen. Der Eintritt ist frei.

Michael Ebert

Bilder zur Partie 1. FSV Mainz 05 - Bor. Mönchengladbach