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Tennis | Boris Becker ist nicht mehr Trainer von Holger Rune

Nach nur vier Monaten

Becker ist nicht mehr Trainer von Rune

Boris Becker und Holger Rune gehen wieder getrennte Wege.

Boris Becker und Holger Rune gehen wieder getrennte Wege. Getty Images

Im Oktober hatte Deutschlands erfolgreichster Tennisspieler der Geschichte bekannt gegeben, dass er den talentierten Dänen Holger Rune fortan coachen werde. "Mein Kalender lässt es zu und mich hat Holger schon immer interessiert, weil er mit so viel Engagement und Temperament auf dem Tennisplatz steht", sagte der heute 56-Jährige damals. Die Arbeit teilten sich Becker, Runes Mutter Aneke und Performance Coach Lapo Becherini gemeinsam auf.

Nun aber endet die Zusammenarbeit. "Ich möchte euch darüber informieren, dass ich mit sofortiger Wirkung als Cheftrainer von Holger Rune zurücktreten werde", schrieb Becker am Dienstag beim Kurznachrichtendienst X und begründete seine Entscheidung damit, dass er festgestellt habe, "dass ich Holger viel mehr zur Verfügung stehen müsste", um weiter erfolgreich mit dem Weltranglisten-Siebten zusammenzuarbeiten. "Aufgrund von beruflichen und privaten Gründen kann ich Holger nicht das geben, was er im Moment braucht", schrieb der dreimalige Wimbledonsieger.

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Das gemeinsam gesetzte Ziel wurde erreicht

"Ich habe unsere gemeinsame Reise wahrhaft genossen", schrieb Becker weiter. Nach nur vier Monaten endet also die Zusammenarbeit zwischen Becker und Runde ein wenig abrupt, allerdings zog der 56-Jährige auch ein gutes Fazit. "Wir sind diese Partnerschaft mit dem Ziel eingegangen, die ATP Finals zu erreichen", schrieb Becker - und das Ziel wurde erreicht. Rune schied nach einem Sieg über Stefanos Tsitsipas (Aufgabe des Griechen) und Niederlagen gegen den späteren Turniersieger Novak Djokovic (6:7, 7:6, 3:6) und Jannik Sinner (2:6, 7:5, 4:6) in der Gruppenphase aus.

Bei den Australian Open war Rune ohne Becker, der während des Turniers seine Tätigkeit als TV-Experte bei "Eurosport" nachgekommen war, in der 2. Runde ausgeschieden. Vergangenen Woche hat der Däne sich vom einstigen Roger-Federer-Coach Severin Lüthi getrennt. "Nachdem ich 15 Jahre lang mit demselben Trainer gearbeitet habe, ist es nicht einfach, den perfekten Partner zu finden", wurde der 20-Jährige in diesem Kontext von der Agentur IMG zitiert.

drm

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