Bundesliga

Lewandowski spricht selbst von "Wahnsinn"

Verteidigt der Pole am Montag seinen Weltfußballer-Titel?

Bayerns besondere Premieren - Lewandowski spricht selbst von "Wahnsinn"

Verteidigt er seinen Titel als FIFA-Weltfußballer? Robert Lewandowski.

Verteidigt er seinen Titel als FIFA-Weltfußballer? Robert Lewandowski. imago images/Norbert Schmidt

Dieses Mal stand, anders als Mitte Mai in Freiburg, niemand Spalier. Angebracht wäre es unter Umständen auch am Samstag in Köln gewesen, als Robert Lewandowski seine Bundesliga-Tore 298, 299 und 300 bejubeln durfte.

Der Pole ist damit der zweite Spieler nach Gerd Müller, der diese sensationelle Marke im deutschen Oberhaus knacken konnte. Schon Müllers 40 Tore in einer Saison schienen uneinholbar, bis Lewandowski in der vergangenen Saison in Freiburg ausglich und später sogar 41 erzielte.

"Die Zahlen sind schon Wahnsinn", musste selbst Lewandowski zugeben. Bei "Bayern-TV" sagte er: "Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Tore in der Bundesliga erzielen würde. Mit ein bisschen Abstand kann ich vielleicht ein wenig länger darüber nachdenken und einfach stolz sein."

Einen Bestwert von Müller kann Lewandowski noch knacken

Verlängert der 33-Jährige seinen bis 2023 laufenden Vertrag beim FC Bayern, sieht es ganz danach aus, als würde er auch Müllers Bestwert von insgesamt 365 Bundesliga-Toren knacken.

Und damit ein Stück weit zu Lionel Messi aufschließen, der als einziger Spieler in einer europäischen Top-Liga sogar über 400 Mal traf - genau genommen unfassbare 474 Mal im Trikot des FC Barcelona. Den Rekord in England hält Jimmy Greaves, der für Chelsea, Tottenham und West Ham 357 Liga-Tore erzielte.

Weltfußballer-Wahl am Montag

Am Montag winkt Lewandowski nun die frühzeitige Belohnung für ein Stück Bundesliga-Historie. Der Pole will gegen Messi und Mohamed Salah seinen Titel als FIFA-Weltfußballer verteidigen und hätte es laut Trainer Julian Nagelsmann verdient: "Für jeden Fußballer ist es wichtig, wenn du Preise und Titel gewinnst - sowohl auf mannschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene. Ich würde mich sehr freuen, wenn er gewinnt."

Den Bayern verhilft Lewandowski anhaltende Rekordjagd in jedem Fall zu neuen Bestwerten. Als erste Mannschaft traf der Rekordmeister nun in 66 Bundesliga-Spielen in Folge und überbot sich damit selbst (letzte Serie zwischen 2012 bis 2014). Letztmals gelang den Münchnern beim 0:0 gegen Leipzig Anfang Februar 2020 kein eigener Treffer.

Auch 61 Tore nach 19 Spielen waren bislang noch unerreicht, der 4:0-Sieg in Köln war zudem bereits das 13. Pflichtspiel unter Nagelsmann, in dem die Bayern mindestens vier Treffer erzielten. In dieser Verfassung steuert der Tabellenführer geradewegs auf die zehnte Meisterschaft in Folge hinzu.

Mario Krischel

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