Champions League

Bayern wollte Haaland 35 Millionen Euro Jahresgehalt zahlen

Angebot reichte nicht gegen ManCity

Bayern wollte Haaland rund 35 Millionen Euro Jahresgehalt zahlen

Allseits begehrt: Erling Haaland hat gut lachen.

Allseits begehrt: Erling Haaland hat gut lachen. IMAGO/Sportimage

Dass Erling Haaland sich im Frühjahr 2022 seinen neuen Klub frei selbst wählen konnte? Ein offenes Geheimnis. Kaum ein Top-Verein in Europa hätte damals Nein zum Norweger gesagt (und würde es auch heute wohl nicht tun). Zwei Anwärter besaßen im Rennen um den Mittelstürmer die besten Karten: Manchester City setzte sich durch, der FC Bayern München nicht.

Dabei wär die Vereinsführung des deutschen Meisters vor 13 Monaten nach kicker-Informationen bereit gewesen, den finanziellen Rahmen zu sprengen und Haaland rund 35 Millionen Euro Jahresgehalt zu zahlen. Für den Weltfußball eine astronomisch hohe Summe, für die vergleichsweise konservativ wirtschaftende Bundesliga erst recht. Hinzu kam die im BVB-Vertrag bekanntlich festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 75 Millionen Euro. Kombiniert mit fünf Jahresgehältern im avisierten Langzeitvertrag wäre der FC Bayern auf ein Gesamtvolumen von einer Viertelmilliarde Euro gekommen.

Das Werben um Haaland sorgte bei Lewandowski für Missstimmung

Zu dem Zeitpunkt hatte sich Robert Lewandowski noch nicht öffentlich mit Wechselgedanken getragen. Dass sein Klub sich aber so intensiv und mit derartigem finanziellen Einsatz um einen hochkarätigen Konkurrenten bemühte, gefiel dem Polen nicht.

City setzte sich schließlich bekanntlich mit einem noch höheren Angebot durch. Lewandowski, der als Kritiker von Trainer Julian Nagelsmann galt, zog wiederum weiter nach Barcelona, wo er ebenso die spanische Torjägerliste anführt, wie es Haaland in England tut. Doch nicht nur weil dessen Klub im Gegensatz zu Barça noch in der Champions League vertreten ist, gehören die internationalen Schlagzeilen vornehmlich dem 22-Jährigen.

"Es ist wichtig, einen Spieler zu haben, der aus dem Nichts treffen kann", sagte Pep Guardiola am Montag über seinen Stürmer, der zurzeit alle Rekorde bricht. Währenddessen muss der FC Bayern in Abwesenheit des verletzten Eric Maxim Choupo-Moting überlegen, ob er den vor wenigen Wochen noch formschwachen Serge Gnabry oder lieber den woanders besser aufgehobenen Thomas Müller in vorderster Spitze gegen City aufbietet.

Georg Holzner, pab

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