Bundesliga

Bayern? Bayer Leverkusens Kevin Volland: "Kommen definitiv zum richtigen Zeitpunkt"

Leverkusen droht "Salto Nullo" nach drei Partien

Bayern? Volland: "Definitiv zum richtigen Zeitpunkt"

Kevin Volland

Für Leverkusens Kevin Volland kommt das Gastspiel bei den Bayern "definitiv zum richtigen Zeitpunkt". imago

Es ist keine einfache Situation für Bayer Leverkusen. Ein Auswärtsspiel in München, da ist für wohl 17 Bundesligaklubs die Niederlage im Saisonrechner einkalkuliert. So weit, so schlecht. Das Problem für die Werkself: Es wäre die dritte Pleite im dritten Spiel, nach zwei Verlustspielen, von denen mindestens eines – das gegen den VfL Wolfsburg in der BayArena – nicht einkalkuliert war.

Nun also droht der "Salto Nullo" nach drei Spielen, ein historischer Fehlstart gar und es ist nicht einfach, diese Situation vorab zu kommentieren. Dass die Bayer-Profis sich dem nicht verschließen, spricht für sie, ebenso die Tatsache, dass sie nicht nur Plattitüden von sich geben, sondern der Realität durchaus ins tränende Auge blicken: "Man merkt, dass die Situation ein bisschen angespannter ist", sagt Julian Brandt, der sich bei der Nationalmannschaft sein Erfolgserlebnis holte. Der Blondschopf mit der Rückennummer 10 gibt sich kämpferisch: "Gerade vor einem Spiel, in dem einem nicht so viel zugetraut wird. Aber es gibt keine Panik, keine Hysterie. Wir sind alle konzentriert und zielorientiert. Wir können eine Menge gewinnen. Genauso müssen wir das Thema angehen. Der Druck ist da. Aber mit uns kann man immer rechnen, egal in welcher Situation."

Kollege Kevin Volland versucht es mit einer Mischung aus Mahnung und vorsichtigem, aber ebenfalls kämpferischen Optimismus: "Die Bayern kommen definitiv zum richtigen Zeitpunkt", beschwört der Angreifer. Aber Grundvoraussetzung sei, bei jedem Spiel auf hundert Prozent zu kommen. Was nicht ganz unproblematisch ist. Denn: "Gegen Gladbach und Wolfsburg waren wir nicht bei 100 Prozent." Das muss in der Allianz-Arena dringend geändert werden: "Wir müssen dort die Sinne schärfen, sonst kommen wir komplett unter die Räder. Das muss jedem bewusst sein."

Den Meister permanent stören, ihn nervös machen, Körperlichkeit auf den Platz bringen, Nadelstiche setzen. All dies dürfte im Matchplan stehen. Julian Brandt setzt in der ihm eigenen, erfrischenden Art den Schlusspunkt: "Wir müssen die Hausaufgaben machen. Wir werden die Dinge noch einmal klar ansprechen und dann mit Freude nach München fahren." Mal abwarten, wie sie zurückkehren.

Frank Lußem

Bayern? Bayer? Beides!