Champions League

Hernandez, Nianzou, Goretzka: Bayern-Trio in Kiew angeschlagen

Hernandez' "blöde Stelle", Nianzou kann Arm "nicht richtig heben"

Bayern-Trio tut sich in Kiew weh - Nagelsmann fehlt "Röntgenblick"

Musste in Kiew mit Schmerzen ausgewechselt werden: Bayern-Innenverteidiger Tanguy Nianzou.

Musste in Kiew mit Schmerzen ausgewechselt werden: Bayern-Innenverteidiger Tanguy Nianzou. Getty Images

Schon in zehn Tagen steht für den FC Bayern das Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund an, und Julian Nagelsmann hofft "natürlich, dass dann alle Spieler wieder zurück sind". Für ihn steht fest: "Wir brauchen das komplette Personal, weil uns Dortmund alles abverlangen wird."

Kleiner sind seine Personalsorgen am Dienstagabend aber nicht geworden. Während der Bayern-Trainer mangels Kaderbreite im Champions-League-Auswärtsspiel bei Dynamo Kiew (2:1) ohnehin nur viermal wechseln konnte, zogen sich gleich drei Spieler Blessuren zu.

Lucas Hernandez blieb zur Pause in der Kabine und verursachte eine taktische Umstellung. Der Innenverteidiger habe "kurz überm Knie, in den 'hamstrings' (hintere Oberschenkelmuskeln, Anm. d. Red.), ein Ziehen gespürt und ein bisschen mehr Spannung gehabt in der Pause", so Nagelsmann.

"Nichts Dramatisches" bei Goretzka - Abwarten bei Nianzou

Zwar habe der Franzose signalisiert, "schon noch spielen" zu können, "aber das ist eine sehr blöde Stelle. Wenn da was passiert, ist es oft eine langwierige Verletzung. Deswegen wollten wir da nichts riskieren", erklärte Nagelsmann Hernandez' Auswechslung und die Hereinnahme von Bouna Sarr. "Das war am Ende auch die richtige Entscheidung."

Es handelte sich also um eine offenbar erfolgreiche Vorsichtsmaßnahme, und auch Leon Goretzka scheint es nicht schlimmer erwischt zu haben. Der Nationalspieler hatte kurz vor Schluss noch mal einen Defensivsprint angezogen und sich dabei wehgetan. Nagelsmann: "Leon ist dem Gegner auf den Fuß gestiegen und hatte an der Außenseite ein bisschen Probleme. Aber ich glaube, das ist nichts Dramatisches."

Bleibt noch Tanguy Nianzou, der kurz zuvor wegen Schulterproblemen vom Feld musste und damit Malik Tillman zum Champions-League-Debüt verhalf. "Tanguy ist auf die Schulter gefallen, kann seinen Arm nicht mehr richtig heben", berichtete sein Trainer später. "Kann sein, dass da irgendwas mit der Bizepssehne ist, aber das wissen wir noch nicht. Schulter ist immer ein bisschen schmerzhaft, manchmal auch, ohne dass was passiert ist."

Er hoffe "das Beste", so Nagelsmann und lachte: "Auch wenn ich mal 'Dr. Schiwago' zu mir gesagt habe - einen Röntgenblick habe ich noch nicht."

jpe