Bundesliga

Bayern sitzt Katar-Antrag weiter aus - Eine Option bleibt Ott noch

JHV am Donnerstag - LG München I lehnt einstweilige Verfügung ab

Bayern sitzt Katar-Antrag weiter aus - Eine Option bleibt Ott noch

Der FC Bayern München sitzt die Angelegenheit über einen Antrag auf Einstellung des Katar-Sponsorings offenbar aus.

Der FC Bayern München sitzt die Angelegenheit über einen Antrag auf Einstellung des Katar-Sponsorings offenbar aus. picture alliance / Pressefoto Rudel

Ott hatte Ende Oktober einen Antrag eingereicht, in dem er fordert, dass sein Lieblingsklub den Sponsoring-Deal mit Qatar Airways auslaufen lassen solle.

Der Rekordmeister hat bis heute nicht auf den Antrag reagiert, ihn weder zugelassen noch abgelehnt. Ott hatte ob des Schweigens versucht, vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die mit der Begründung mangelnder Dringlichkeit abgewiesen wurde - genau wie am Donnerstag nun die Beschwerde gegen diese Gerichtsentscheidung.

Spontan-Antrag noch möglich - "Eine hohe Hürde"

Damit bleibt der Interessensgruppe um den 28-Jährigen nur noch die Möglichkeit, auf der Versammlung am Donnerstagabend einen Spontanantrag zu stellen. Laut Otts Twitterbotschaft vom Mittag wird er dieses Mittel wählen, denn "es ist noch nicht alles verloren".

Damit über einen Spontanantrag abgestimmt werden kann, benötigt es eine 75-prozentige Zustimmung der anwesenden Mitglieder. Der ursprüngliche Antrag selbst braucht dagegen nur 50 Prozent Zustimmung, um angenommen zu werden. 75 Prozent seien eine "sehr hohe Hürde", wie Ott der Münchner AZ sagt, und nennt das Verhalten des FC Bayern "perfide und niederträchtig, ihn in diese Situation zu drängen".

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass dies irgendwann einmal nötig wird und sich der Verein derart unsportlich verhält.

Michael Ott

Dass Ott gegen "seinen Klub" - Fan ist er seit 2002, Mitglied seit 2007 - einmal Klage einreichen würde, hätte er niemals gedacht, weil "ich tatsächlich auch nicht damit gerechnet hätte, dass dies irgendwann einmal nötig wird und sich der Verein derart unsportlich verhält".

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bst

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