Bundesliga

Bayern siegt nach 0:2 - Köln rettet Remis - Kramer-Debüt ohne Tore

Bayer verschärft Gladbacher Krise - Hertha beweist Moral

Bayern siegt nach 0:2 - Köln rettet Remis - Kramer-Debüt ohne Tore

Gesichter des Spieltags: Luthe, Lewandowski und Pavlenka.

Gesichter des Spieltags: Luthe, Lewandowski und Pavlenka. imago images (3)

Pavlenkas Fehlgriff kostet Werder den Sieg in Köln

Nach einer kniffligen Szene zum Ende der Partie rettete Köln gegen Bremen am Sonntag einen Punkt. Der FC übernahm zwar vom Start weg das Kommando und hatte viel Ballbesitz, doch gefährlich wurde es für Werder selten. Lediglich ein Kopfball von Skhiri, den Pavlenka entschärfte, stand für die Hausherren in der ersten Hälfte zu Buche. Von Bremen war bis dahin gar nichts zu sehen. Nach dem Wechsel sollte sich das ändern, denn Augustinsson prüfte den gut reagierenden Horn. Die zweite Möglichkeit saß: Sargent köpfte zur Führung ein. Der FC kämpfte sich zurück in die Partie und kam zum verdienten Ausgleich. Allerdings war Pavlenka, gestört von Dennis, mit einem Fehlgriff hilfreich. Hector glich dann zum 1:1-Endstand aus.

Ortega rettet Punkt gegen Union

Beim Debüt von Frank Kramer auf der Bank von Bielefeld gab es gegen Union immerhin einen Punkt in einem spielerisch schwachen Duell. Eine lange Unterbrechung nach einem frühen Zusammenprall von Luthe und Ryerson sowie eine verletzungsbedingte Auswechslung von Cordova erzählten die Geschichte der ersten Hälfte, in der beide Teams ansonsten sehr wenig zu bieten hatten. Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen. Nach dem Wechsel wurden die Berliner gefährlicher. Endo vergab die besten Chancen, Keeper Ortega klärte stark.

Lewandowski führt die Bayern zum Sieg

In der Anfangsphase des Topspiels am Samstagabend entwickelte sich Dortmunds Stürmerstar Haaland zu einem wahren Albtraum des FC Bayern: Der Norweger schnürte nämlich binnen sieben Minuten einen Doppelpack (2., 9.) und trug so maßgeblich dazu bei, dass so manchem Bayern-Fan mulmig wurde. Bahnte sich etwa eine Niederlage an? Das war nicht der Fall, denn die Münchner erhöhten massiv den Druck und glichen dank Doppelpacker Lewandowski (26., 44.) noch vor der Pause aus. Auch in Hälfte zwei blieb der Meister überlegen, allerdings nicht mehr ganz so drückend. Pech hatten Haaland und Boateng, die beide verletzt raus mussten. Sportlich passierte nicht mehr viel, ehe Goretzka in der Schlussphase der Ball vor die Füße fiel (88.) und Lewandowski mit seinem Dreierpack den Schlusspunkt zum 4:2 setzte (90.). Der FCB verteidigte damit Platz 1 in der Tabelle.

Schmid steigt zum Rekord-Franzosen auf - Müllers Patzer hilf RB

Gegen RB Leipzig bestritt Freiburgs Schmid sein 273. Bundesliga-Spiel und avancierte damit neben Franck Ribery zum Rekord-Franzosen in der Liga. 40 Minuten lang erwiesen sich die Breisgauer dann als so richtig harte Nuss für die Sachsen, die immer wieder am Freiburger Bollwerk abprallten. Ein Lapsus von SC-Torwart Müller, der einen Abschlag völlig verhunzte und umgehend die Quittung durch Nkunku serviert bekam (41.), löste den Knoten. Auch wenn der Treffer durchaus glücklich zustande kam, verdient war er allemal. Im weiteren Verlauf ließen sich die Sachsen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und fuhren nach Treffern von Sörloth (64.) und Forsberg (79.) einen souveränen 3:0-Sieg ein, durch den sie sich vorübergehend Platz 1 in der Tabelle sicherten.

Herthas Taktik früh über den Haufen geworfen - Jubel dank Lukebakio

Gerade einmal 109 Sekunden dauerte es, ehe die kriselnde Hertha im Heimspiel gegen den FC Augsburg bereits mit dem Rücken zur Wand stand. Benes veredelte eine Hahn-Kopfballvorlage technisch sauber zum 1:0. Die Alte Dame reagierte nicht geschockt, war um den Ausgleich bemüht, doch der FCA punktete defensiv und konnte sich obendrein auf Schlussmann Gikiewicz verlassen (12., 21.). Nach Wiederanpfiff brach jedoch Piatek den Bann und markierte per Kopf das 1:1 (62.). Lange sah es dann nach einem Remis aus, doch dann holte Tousart gegen Pedersen einen Strafstoß heraus, den Lukebakio sicher verwandelte (89.) und damit Dardai den ersten Sieg seit dessen Rückkehr auf die Berliner Bank bescherte.

Bayers Befreiungsschlag verschärft Gladbacher Krise

Abgehoben: Bayers Schick (r.) bejubelt das 1:0.

Abgehoben: Bayers Schick (r.) bejubelt das 1:0. imago images

Sowohl Gladbach als auch Leverkusen benötigten vor dem direkten Duell händeringend drei Punkte. Die jüngsten Misserfolge machten sich aber auf dem Rasen bemerkbar, beide Mannschaften zeigten sich zwar bemüht, von einem Offensivspektakel wie im Hinspiel (4:3 für Leverkusen) war die Partie aber meilenweit entfernt, vielmehr entwickelte sich eine Nullnummer auf durchschnittlichem Niveau. Aufregung gab es, als Thuram im Strafraum von Frimpong zu Fall gebracht wurde. Der Strafstoß wurde vom VAR jedoch wegen einer Abseitsstellung wieder einkassiert (58.). Als dann Schick auch noch einen Konter kurz vor Schluss mustergültig vollendete (77.), war Gladbachs gebrauchter Tag perfekt. Während sich die Werkself über drei Punkte freute, kassierte die Borussia die fünfte Niederlage (!) nacheinander.

Casteels' Serie reißt bei der TSG

667 Minuten war Wolfsburgs Casteels in der Bundesliga nicht mehr überwunden worden - in Hoffenheim währte diese starke Serie dann aber nur noch weitere acht Minuten, ehe Baumgartner per Volley sehenswert die Sinsheimer in Führung brachte. 1899 war überlegen, nach 23 Minuten aber nicht auf der Höhe, als Weghorst aus der eigenen Hälfte startete und mit dem 1:1 seine vier Spiele währende Torflaute beendete. Weil aber auch Hoffenheims Stürmerstar Kramaric vor der Halbzeit netzte (41.), ging die TSG in diesem flotten Spiel dennoch mit einer Führung in die zweite Halbzeit. In dieser blieb es rasant und emotional, unter anderem sahen VfL-Sportdirektor Schäfer (73.) und Paulo Otavio nach hanebüchener Notbremse jeweils die Rote Karte (90.+4). Am Ergebnis änderte sich nichts mehr, sodass die Wölfe im Rennen um die Champions League einen Rückschlag einstecken mussten.

Frankfurt erstmals mit André Silva und Jovic

Intensiv ging es in Frankfurt beim Gastspiel des VfB Stuttgart zur Sache, nennenswerte Chancen waren aber nicht zu sehen - und das obwohl die Eintracht erstmals mit André Silva und Jovic am Start war. Das Sturmduo hing in diesem Duell mit vielen kernigen Zweikämpfen aber ebenso weitgehend in der Luft wie auf der Gegenseite Kalajdzic. Der Österreicher durfte dann aber doch noch glänzen und zwar in der 68. Minute, als er Kempfs Heber gekonnt mitnahm und sehenswert ins lange Eck traf. Die SGE-Antwort folgte jedoch auf den Fuß und zwar durch Kostic, dem nach 55 Minuten ein Tor wegen Jovic-Abseits nach VAR-Eingriff noch aberkannt worden war: Diesmal war der Treffer des Serben regulär (69.) - es war auch zugleich der Endstand.

Mainz dominiert S04: Schmeichelhaftes Remis bei Grammozis-Debüt

Schlusslicht FC Schalke 04 hat im Kellerduell gegen Mainz 0:0 gespielt. Damit blieb der erhoffte Befreiungsschlag der Königsblauen unter dem neuen S04-Trainer Dimitrios Grammozis aus. Letztlich war es ein schmeichelhaftes Remis für die Schalker. Zwar hatten die Knappen im ersten Abschnitt bei Mustafis Kopfball die große Chance zur Führung, doch nach einer halben Stunde übernahm Mainz die Kontrolle und drängte die Schalker tief hinten rein. Allein die Chancenverwertung blieb das große Manko, so dass die Svensson-Elf mit einem Zähler zufrieden sein musste. Schalke bleibt abgeschlagen Letzter, die Rheinhessen klettern vorläufig auf Patz 16.

bst/drm

Spieltagsbilder 24. Spieltag 2020/21