Bundesliga

Bayern siegt dramatisch beim BVB - Schick gelingt Blitz-Viererpack

Bundesliga, 14. Spieltag

Bayern siegt dramatisch beim BVB - Schick gelingt Blitz-Viererpack

Im Fokus: Patrik Schick, Erling Haaland, Robert Lewandowski (v.li.).

Im Fokus: Patrik Schick, Erling Haaland, Robert Lewandowski (v.li.).

FC Bayern festigt Tabellenführung

Mit einem dramatischen 3:2-Sieg im Topspiel bei Borussia Dortmund hat der FC Bayern seine Tabellenführung gefestigt. Vor der Pause drehte der dominante Rekordmeister den frühen Rückstand (Brandt, 5.) nach einem Hummels-Patzer (Lewandowski, 9.) und einem Guerreiro-Querschläger (Coman, 44.). Der BVB, bei Gegenstößen immer gefährlich, glich aus (Haaland, 48.) und forderte vergeblich Elfmeter (53.). Nach einer langen Unterbrechung, weil Brandt nach einem Kopfballduell benommen vom Feld getragen werden musste (66.), wurde Lewandowski zum umstrittenen Matchwinner: Er verwandelte einen VAR-Elfmeter nach Hummels-Handspiel (78.). BVB-Trainer Marco Rose flog wegen heftigen Reklamierens mit Gelb-Rot vom Platz.

Hoffenheim feiert fünften Heimsieg in Serie

Die TSG Hoffenheim hielt den Vier-Punkte-Rückstand auf Leverkusen und übernahm zumindest vorübergehend Platz 4. Allerdings kann Freiburg diesen am Sonntagabend in Gladbach zurückerobern. Gegen Eintracht Frankfurt gelang Hoffenheim der fünfte Heimsieg in Serie - Endstand 3:2. Borré hatte die Eintracht zunächst in Führung gebracht (15.), doch Geiger (24.) und Rutter (30.) drehten die Partie zugunsten der TSG. Im zweiten Durchgang erhöhte Samassekou (59.), ehe es Paciencia (72.) nochmal spannend machte. 

Mainz mit Traumstart gegen Wolfsburg

Der 1. FSV Mainz 05 (7.) hat den VfL Wolfsburg (8.) überholt. Die Geschichte des direkten Duells ist schnell erzählt: Mainz legte einen famosen Start hin und führte nach Toren von Burkardt (2.) und Stach (4.) rasch mit 2:0. Ins Bild passte dann, dass Lacroix noch ein Eigentor unterlief (90.) - so stand am Ende ein 3:0 für Mainz. Für Wolfsburg kommt die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Serie zur Unzeit, schließlich steht am Mittwoch das alles entscheidende Champions-League-Spiel gegen Lille an.

Patrik Schick

Überragender Mann am Samstagnachmittag: Patrik Schick. Getty Images

Schick-Show gegen Fürth

Der Tabellendritte Bayer 04 Leverkusen ist seiner Favoritenrolle mehr als gerecht geworden, überrollte am Samstagnachmittag Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth mit 7:1. Dabei schlug die Werkself mal wieder in den ersten 25 Minuten zu: Nach den Toren von Adli (12.) und Tapsoba (17.) stehen für Leverkusen in diesem Zeitraum bereits 16 Treffer zu Buche. Nachdem Fürth durch Dudziak (33.) der zwischenzeitliche Anschlusstreffer gelungen war, und Hincapie (45.) für Bayer getroffen hatte, begann die große Schick-Show: Der Tscheche schlug sage und schreibe vier Mal zu (49./69./74./76.). Ein bitterer Tag für das Kleeblatt, das die zwölfte Niederlage in Serie kassierte und immer noch keinen Auswärtspunkt holen konnte.

Bochum setzt Aufwärtstrend fort

Durch einen 3:2-Sieg in Augsburg ist der VfL Bochum in der Tabelle an RB Leipzig und Eintracht Frankfurt vorbei auf Platz 10 geklettert. Doppelpacker Polter (13./45.+2) und Holtmann (40.) sicherten der Mannschaft von Trainer Thomas Reis den fünften Sieg in den vergangenen sieben Spielen. Gregoritsch (57.) und Daniel Caligiuri (86., Foulelfmeter) verkürzten zwar, doch der FCA drängte vergeblich auf den Ausgleich und musste letztendlich einen Rückschlag hinnehmen.

Punkteteilung auf der Alm

Arminia Bielefeld war beim 1:1 gegen den 1. FC Köln nahe dran am ersten Heimsieg der Saison, doch am Ende fehlte gegen nach der Pause stark nachlassende Kölner die letzte Konsequenz im Abschluss. Während die Bielefelder nach dem achten Heimspiel noch auf den ersten Heimsieg warten, ist Köln auswärts weiter sieglos. Die frühe FC-Führung durch Özcan (17.) glich Lasme (59.) wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung aus.

Trotz Gulacsis starken Paraden: Leipzig geht bei Union leer aus

Es bleibt dabei: RB Leipzig kann auswärts in dieser Saison einfach nicht gewinnen. Auch im siebten Anlauf klappte es für die von Corona gebeutelten Sachsen nicht, vielmehr ging RB am Freitagabend bei Union Berlin komplett leer aus. Zwar konnte Leipzig, das ohne Cheftrainer Jesse Marsch und Co-Trainer Achim Beierlorzer (beide COVID-19) angereist war, noch auf Awoniyis frühes 1:0 durch Nkunku reagieren, doch nach Baumgartls Abstauber blieb Leipzig eine Antwort schuldig. Torwart Gulacsi hielt zumindest bis zum Ende die vagen Hoffnungen auf einen Punkt offen, es wurde aber nichts daraus. RB liegt fünf Zähler hinter Union.