Bundesliga

Familien im Bayern-Trainingslager: Das sagt die DFL

Meister reiste mit großem Tross in Grassau an

Bayern mit Familien im Quarantäne-Trainingslager: Das sagt die DFL

Der FC Bayern ist als frisch gekürter Meister ins Trainingslager gereist - und mit einigem Anhang.

Der FC Bayern ist als frisch gekürter Meister ins Trainingslager gereist - und mit einigem Anhang. imago images

In der Vier-Sterne-Unterkunft mit angeschlossenem 18-Loch-Golfplatz im Resort Achental in Grassau am Chiemsee herrscht seit Mittwochabend wieder reges Treiben, auch wenn noch keine touristischen Übernachtungen zugelassen sind. Der FC Bayern reiste zum Quarantäne-Trainingslager teilweise mit Spielerfrauen und Kindern an.

Das Hygienekonzept des Verbandes fordert zwar in der Rubrik "Vorgaben zur Hotelunterbringung" in Punkt 3: "Den Betreuerstab so klein wie möglich halten." Und auch beim jüngsten Informationsaustausch der Teammanager über die Quarantäne-Trainingslager wurde den Klub-Medien sogar angeraten, "Aufnahmen/Interviews - wenn möglich - remote zu produzieren", also aus der Ferne. Die Quarantäne-Trainingslager wurden am 22. April vom DFL-Präsidium beschlossen. "Die Klubs haben dabei sicherzustellen, dass Spieler, Trainerteam sowie Betreuerstab im genannten Zeitraum nur untereinander Kontakt haben", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Angesichts der Vorgaben, den Personenkreis insgesamt klein zu halten, überrascht die Größe der Reisegruppe des FC Bayern, der am 33. Spieltag beim SC Freiburg gastiert und am letzten Spieltag auf den abstiegsbedrohten FC Augsburg trifft.

Laut DFL liegt die Ausgestaltung "in der Verantwortung der Klubs"

Ein Verstoß gegen das Hygienekonzept ist das Bayern-Trainingslager jedoch nicht. "Zielsetzung ist es grundsätzlich, den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison abzusichern. Voraussetzung dafür ist, den Kader bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die tatsächliche Ausgestaltung der Quarantäne-Trainingslager (unter anderem in Bezug auf Räumlichkeiten, Ablauf und Personenkreis) liegt jedoch in der Verantwortung der Klubs. Voraussetzung für den gesamten teilnehmenden Personenkreis ist dabei, dass alle Vorgaben des medizinisch-hygienischen Konzepts umgesetzt und eingehalten wurden und werden, insbesondere auch die vorherige 'Quasi-Quarantäne' und die tägliche Testung", sagte ein DFL-Sprecher auf kicker-Anfrage.

Ob der Verband vom Vorgehen der Münchner informiert war und die anderen Klubs von der Möglichkeit, die Familien mit ins Trainingslager zu nehmen, wussten, wollte die DFL nicht sagen.

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Michael Ebert

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