Bundesliga

Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer im Profisport

Verordnung vom 28. Dezember aufgehoben

Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer im Profisport

Wieder vor Fans: der FC Bayern darf Zuschauer ins Stadion lassen.

Wieder vor Fans: der FC Bayern darf Zuschauer ins Stadion lassen. Getty Images

In der Bundesliga darf in Bayern wieder vor bis zu 10.000 Zuschauern gespielt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München damit bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele. Die Regelung gilt auch für andere Profiligen. Neben der Personenobergrenze von 10.000 gelten für die überregionalen Sportveranstaltungen weitere Einschränkungen: Es dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden, die Fans müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein (oder geboostert) sowie eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot.

Der Freistaat wagt sich damit in der heiß diskutierten Zuschauerfrage vor dem Hintergrund hoher Corona-Zahlen überraschend weit vor. Die Länderchefs hatten sich am Montag darauf verständigt, dass die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte allerdings schon zuvor angekündigt, dass er notfalls einen Alleingang Bayerns wagen würde.

Für die Zulassung von Zuschauern gelten unterschiedliche Höchstgrenzen in den Ländern: Wie bislang in Bayern dürfen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen derzeit überhaupt keine Fans in die Arenen. Dagegen spielte beispielsweise der Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg am vergangenen Sonntag gegen den TSV Havelse vor 13.385 Zuschauern. Das ließ die Verordnung in Sachsen-Anhalt zu, nach der die Stadien bis zu 50 Prozent gefüllt werden dürfen. Beim Sieg des FC Bayern am Wochenende bei Hertha BSC durften 3000 Zuschauer ins Berliner Stadion.

Gemeinsames Schreiben an Kanzleramt und Ministerpräsidenten

Zuletzt hatten die wichtigsten deutschen Profiligen aus Fußball, Handball, Basketball und Eishockey in einem Schreiben an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten ein Ende von Pauschalverboten gefordert. Den Sportclubs fehlen die wichtigen Zuschauereinnahmen, was vor allem abseits des Fußballs prozentual bei den Erlösen einen hohen Stellenwert hat.

Söder rechtfertigt die Möglichkeit zu Lockerungen trotz massiv steigender Neuinfektionszahlen damit, dass die Omikron-Welle das Gesundheitssystem weit weniger belaste als die Delta-Variante zuvor.

Vorstandschef Oliver Kahn vom FC Bayern hatte schon am Montagabend auf ein Ende der seit Anfang Dezember wieder stattfindenden Geisterspiele gehofft. "Wir müssen vernünftige Lösungen für alle Lebensbereiche finden, also auch für den Sport", hatte Kahn der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

aho/dpa

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