Bundesliga

50+1: Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg stellen Beiladungsantrag

50+1 und Bundeskartellamt

Bayer, TSG und VfL stellen Beiladungsantrag

Neben dem VfL Wolfsburg (hier Maxence Lacroix, li.) und der TSG Hoffenheim um Munas Dabbur stellte auch Bayer Leverkusen einen Beiladungsantrag beim Bundeskartellamt.

Neben dem VfL Wolfsburg (hier Maxence Lacroix, li.) und der TSG Hoffenheim um Munas Dabbur stellte auch Bayer Leverkusen einen Beiladungsantrag beim Bundeskartellamt. Getty Images

Die Behörde hatte kürzlich mitgeteilt, dass 50+1 kartellrechtlich unbedenklich sein kann, wenn damit entsprechende sportpolitische Ziele verfolgt werden. Problematisch jedoch seien mit Blick darauf die Ausnahmen Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim. Bayer profitiert seit jeher vom gleichnamigen Konzern, die Wölfe von Autobauer VW, die TSG von Mäzen Dietmar Hopp. Nun will das Trio dem Verfahren beim Amt beigeladen werden. Dafür hat es die global agierende und höchst renommierte Kanzlei "Cleary Gottlieb Steen & Hamilton" engagiert.

Erst kürzlich hatten die drei Klubs ein gemeinsames Schreiben an das Präsidium des Ligaverbandes aufgesetzt. Tenor: Man bitte um Solidarität und Bestandsschutz. Denn im Endeffekt hatte das Kartellamt nichts anderes gesagt als: 50+1 kann nur ohne Ausnahmen bleiben. Im Juli werden sich die 36 DFL-Mitglieder auf einer Versammlung weiter dazu austauschen.

Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt hatte am Dienstag im Interview mit dem Branchenportal Sponsors gesagt, dass die Ausnahme "auch einen Wettbewerbsnachteil für die von der Ausnahme nicht profitierenden Klubs zur Folge" habe. Dadurch entstünden "Zweifel an der Eignung der Gesamtregelung zur Organisation eines sportlich fairen, vereinsgeprägten Wettbewerbs. Wenn einigen Klubs größere Möglichkeiten zur Einwerbung von Eigenkapital zur Verfügung stehen als anderen, dürfte dies nicht zur Ausgeglichenheit des sportlichen Wettbewerbs beitragen, sondern ihn eher verzerren."

Benni Hofmann