Bundesliga

Christoph Baumgartner wird immer wertvoller bei der TSG Hoffenheim

Wieder im Januar trifft der Österreicher per Hacke

Baumgartner wird immer wertvoller

Gedeiht prächtig: Christoph Baumgartner.

Gedeiht prächtig: Christoph Baumgartner. imago images

Über allen und allem thront Andrej Kramaric. Der Kroate ist und bleibt Hoffenheims Topscorer. Der 1. FC Köln bekam das in dieser Saison besonders hart zu spüren, denn nach seinen drei Treffern beim 3:2-Auswärtssieg beim FC zum Saisonauftakt legte Kramaric zum Rückrundenstart zwei weitere nach gegen die Geißböcke. Damit erzielte der 29-Jährige nicht nur seine Saisontreffer elf und zwölf, sondern ließ mit nun insgesamt 74 Toren auch seinen Landsmann Ivica Olic als treffsichersten Kroaten der Bundesliga aller Zeiten hinter sich.

Doch selbst im Schatten des Hoffenheimer Überfliegers gedeiht ein Talent prächtig. Dabei hat Christoph Baumgartner die Phase eines zartes Pflänzchens schon in seiner zweiten kompletten Spielzeit längst hinter sich gelassen. Bereits in der Vorsaison stieg der junge Österreicher mit sieben Toren zum zweitbesten Hoffenheimer Torschützen hinter Kramaric auf, in der aktuellen Scorerliste dieser Saison belegt er mit nun drei Treffern und fünf Assists ebenfalls Rang zwei hinter Kramaric (12 Tore, 2 Assists).

Nachahmer und Wiederholungstäter

Wie der acht Jahre ältere Kramaric gelingt es auch Baumgartner immer häufiger, sich der Aufmerksamkeit der Gegner zu entziehen, um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu stehen. Verblüffend die Parallelen zwischen Kramarics Treffer zum 2:0 in Berlin und Baumgartners 2:0 nun gegen Köln. Während der Kroate einen verunglückten Schuss von Diadie Samassekou technisch anspruchsvoll verarbeitete und vollstreckte, löste Baumgartner die Aufgabe in vergleichbarer Position noch eleganter. Österreichs Nationalspieler hielt sich erst gar nicht damit auf, den unpräzisen Schuss von Mijat Gacinovic zu kontrollieren, sondern nutzte die Energie des Balles, leitete ihn nur um und schlenzte die Kugel mit dem Rücken zum Tor um das linke Standbein herum ins andere Eck. Genial. "Das Tor war so ähnlich wie Andrejs gegen Berlin. Ich habe gesehen, dass der Schuss von Mijat nicht ganz so platziert kam und konnte den Ball mit der Hacke ins Tor lenken", schilderte Baumgartner die Szene.

Nicht das erste Mal, dass Hoffenheims Nummer 14 mit Raffinesse glänzte. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 26. Januar 2020, traf Baumgartner ebenfalls spektakulär. Beim 3:0-Sieg in Bremen erzielte er das 2:0. Auch mit dem Rücken zum Tor per Hacke bugsierte er den Ball am verdutzten Werder-Keeper Pavlenka vorbei ins Netz. Ein Wiederholungstäter.

Wertvolle Personalie

Und so wird Baumgartner immer wertvoller für die TSG. Sportlich, aber auch als Wertanlage. Denn der 2019 aus der Nachwuchsakademie von St. Pölten in den Kraichgau geholte gebürtige Horner hat sich auf dem Transfermarkt und den Zetteln größerer Klubs bereits platziert. Eigentlich war sein Landsmann Florian Grillitsch, den es einst ebenfalls aus St. Pölten in die Bundesliga (nach Bremen) zog, als nächstes Transferobjekt der Kraichgauer vorgesehen. Wer weiß...

Michael Pfeifer

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - 1. FC Köln