Bundesliga

FC-Trainer Baumgart über Tony Modeste: "Das sieht gut aus"

Kölns Torjäger nach Beckenprellung wieder im Training

Baumgart über Modeste: "Das sieht gut aus"

Er soll im Derby für Ekstase sorgen: Kölns Torjäger Anthony Modeste.

Er soll im Derby für Ekstase sorgen: Kölns Torjäger Anthony Modeste. imago images

Normalerweise dienen Pressekonferenzen vor Spielen selten dazu, wirklich Licht ins Dunkel zu bringen. Manchmal können die Trainer noch nichts endgültiges verkünden, aber meistens möchten sie dies auch gar nicht. Schließlich lässt man den Gegner gerne möglichst lange im Unklaren.

Zumindest in einer Personalie hat sich Steffen Baumgart zwei Tage vor dem rheinischen Derby aber sehr konkret geäußert - in der von Anthony Modeste, der in Mainz mit einer extrem schmerzhaften Beckenprellung ausgewechselt worden war.

Der Weg zurück wird bislang vom Torjäger wie gewünscht beschritten. Machte der 33-Jährige doch am Donnerstag durchaus Optimismus verbreitende Schritte. "Tony ist wieder auf dem Trainingsplatz. Er fühlt sich gut, so dass er eine Option fürs Spiel wird", erklärte Baumgart.

Wichtig ist, dass er auch wieder normal läuft und nicht wie sein eigener Großvater.

Steffen Baumgart über Modeste

Die Schmerzen sind tolerabel, der Bluterguss bildet sich zurück, der Bewegungsablauf passt wieder. Oder wie Baumgart es nennt: "Soweit sieht das erstmal alles gut aus, aber das ist noch nicht mit einem Spiel vergleichbar. Wichtig ist, dass er auch wieder normal läuft und nicht wie sein eigener Großvater."

Den Härtetest hat Modeste zwar noch nicht bestritten. Dennoch ist Baumgart zuversichtlich: "Wir haben natürlich noch keine Zweikämpfe gemacht, aber ich gehe davon aus, dass noch zwei Tage ihm gut helfen werden. Deswegen ist er dann mehr als eine Option."

Modeste wird also höchstwahrscheinlich spielen können und in diesem Fall auch beginnen. Doch arg viel mehr verriet der Kölner Trainer dann doch nicht, hielt sich bei weiteren Personal- und Systemfragen zurück.

Skhiri kann beginnen - aber darf er auch?

Ob Schlüsselspieler Ellyes Skhiri nach seinem Joker-Einsatz nun von Beginn an spielen wird? Baumgart: "Die Chancen stehen gut, aber die Sache ist, dass es Deja und Salih auf der Position sehr gut gemacht haben."

Ob der FC, der mit Skhiri meist mit einem Sechser, ohne den Tunesier aber mit zwei defensiven Mittelfeldspielern antrat, zu dem System mit einem Sechser zurückkehren könnte? "Das wäre eine Option", so der FC-Trainer, hänge aber auch davon ab, ob man mit zwei Spitzen spiele - was Baumgart mit dem Hinweis auf die rein theoretisch noch nicht zu 100 Prozent geklärte Personalie Modeste verband: "Da sind noch ein paar Fragen offen."

Eine der besten Mannschaften, die wir haben.

Steffen Baumgart über Gladbach

Sehr konkret wurde Baumgart hingegen bezüglich des Gegners und des Derby-Charakters. Die Borussia sieht der FC-Trainer als "eine der besten Mannschaften, die wir haben, und sie sind nicht umsonst jetzt in einem klar positiven Trend. Sie werden bis zum Schluss um die internationalen Plätze mitspielen."

Solche brisanten Nachbarschaftsduelle kennt Baumgart von seinen Stationen in Paderborn oder bei Union Berlin - allerdings nicht in diesen Dimensionen. "Für mich ist es das erste Derby in dieser Größe", gibt er unumwunden zu. Dabei erfreut ihn allein die sportliche Rivalität zwischen den Klubs.

"Klares Ziel" und nicht "nur Wunschdenken"

Und bei dieser möchte der neue Kölner Trainer die Chancen seiner Mannschaft trotz der hohen Wertschätzung für den Gegner nicht niedrig angesiedelt wissen. "Ich finde es schön, dass ich das Gefühl habe, wir können dieses Spiel gewinnen. Wir können mit dem klaren Ziel reingehen und nicht nur mit Wunschdenken", erklärte er mit Hinweis auf die gebrachten Leistungen, "ob uns das gelingt, wird man sehen. Aber wir haben sehr gut Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden."

Baumgart demonstrierte also nochmal das neue Kölner Selbstbewusstsein, um dann seinem Gladbacher Kollegen Adi Hütter doch noch einen ganz "heißen" Hinweis zukommen zu lassen. Ob der FC in dieser Saison auch mal mit einer Dreierkette auflaufen könne, nachdem man diese im Test gegen Paderborn (4:0) ausprobiert habe, wurde der Trainer gefragt. Baumgarts eindeutige Antwort: "Das kann durchaus passieren, aber ich verspreche: Nicht gegen Gladbach!"

Stephan von Nocks

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