Bundesliga

Baumgart: "Dann sollten wir aufhören!"

Kölns Trainer plant ohne Skhiri, lässt aber Hintertür zum Mainz-Spiel offen

Baumgart: "Dann sollten wir aufhören!"

Will keine Prognosen abgeben: Steffen Baumgart.

Will keine Prognosen abgeben: Steffen Baumgart. imago images/Herbert Bucco

Als Steffen Baumgart am Dienstag seine Profis zum Training bat, fehlten bis auf die abgestellten Nationalspieler zwei wichtige Akteure: Sechser Ellyes Skhiri und Ideengeber Mark Uth. Wobei bei Letzterem die Prognose relativ klar ist. "Die Erkältung klingt ab. Ich gehe davon aus, dass er spätestens am Donnerstag auf dem Platz ist. Vielleicht fängt er am Mittwoch schon an zu laufen", erklärte der FC-Trainer.

Etwas komplizierter gestaltet sich der Fall Skhiri, der sich vor sechs Wochen das Wadenbeinköpfen brach, nun aber bereits seit vergangener Woche Individualtraining bestreitet. Doch für das Spiel am Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in Mainz, plant Baumgart den Tunesier derzeit nicht ein.

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"Momentan ist er sehr, sehr gut im Training. Das funktioniert alles. Aber bei einer Fraktur muss eben auch der Heilungsprozess abgeschlossen sein. Es nützt uns ja nichts, wenn er sagt, er fühlt sich wohl", beschrieb Baumgart den Stand der Dinge. "Wir müssen alles beachten, dass die Folgen nicht schlimmer sind als das, was jetzt ist."

"Ich möchte keine Prognosen abgeben"

Noch fehlt Skhiri und Baumgart das grüne Licht der medizinischen Abteilung. Folglich rechnet der Trainer fürs nächste Spiel nicht mit seinem Dauerläufer. "Nein, für Sonntag würde ich ihn nicht einplanen. Solange ich kein 'Go' kriege, nützt es ja nichts, wenn ich sage, ich rechne in Mainz mit ihm", erklärt Baumgart, der den Nationalspieler nach so langer Spielpause trotz dessen Klasse nicht unbedingt direkt in die Startelf beordern würde.

Der FC-Trainer begründet dies mit der Leistung von Skhiris Vertretern, Salih Özcan und Dejan Ljubicic. "Da muss man sagen, haben es die anderen auch gut gemacht", argumentiert der 49-Jährige, auch wenn er für Skhiri eine Hintertür offenlässt: "Wenn er mit den anderen auf dem Trainingsplatz steht, wird er auch relativ schnell wieder den Anschluss finden."

Eine Röntgenaufnahme, die einen komplett verheilten Bruch zeigt, könnte also die Situation schlagartig verändern. Nicht umsonst sagt Baumgart auch: "Ich möchte keine Prognosen abgeben."

"Ich glaube, dass wir genug Möglichkeiten haben"

Trotz der hohen Wertschätzung für Skhiri wehrt sich der Trainer übrigens dagegen, die ausbleibenden Erfolgserlebnisse am Fehlen des Tunesiers festzumachen. Auch wenn der "Effzeh" ohne den Mittelfeldspieler noch kein Bundesliga-Spiel in dieser Saison siegreich gestaltet hat. "Ich habe gelesen: Aus den letzten acht Spielen haben wir nur eins gewonnen - aber wir haben auch nur zwei verloren, in Dortmund und in Hoffenheim", hält er dagegen. "Das ist anderen auch passiert."

Die Durststrecke mit nur zwei Punkten aus den jüngsten vier Ligaspielen allein an Skhiris Fehlen festzumachen, ist Baumgart schlicht zu billig. "Ich glaube, dass wir genug Möglichkeiten haben, Spiele zu gewinnen. Und nicht, dass es daran liegt, dass Ellyes nicht dabei war. Sonst liegt es ja nur noch an Tony Modeste oder an Skhiri. Dann sollten wir aufhören!"

Stephan von Nocks

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