Bundesliga

Baumanns Hoffnung nach zweitem Heimsieg: "Dass wir merken, wie gut wir sind"

"Noch keine Diagnose" bei Weghorst

Baumanns Hoffnung nach zweitem Heimsieg: "Dass wir merken, wie gut wir sind"

Oliver Baumann freute sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen sichtlich über den zweiten Heimsieg der Saison.

Oliver Baumann freute sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen sichtlich über den zweiten Heimsieg der Saison. IMAGO/eu-images

Über drei Monate musste die TSG Hoffenheim auf den zweiten Heimsieg warten. Am Ende war es gegen Bochum auch ein 3:1, genau wie am 2. September gegen Wolfsburg. Weil die Kraichgauer mit der beendeten Durststrecke auch zum ersten Mal nach vier sieglosen Spielen in der Liga wieder gewannen, war die Erleichterung groß. "Der zweite Heimsieg wollte nicht her und jetzt ist er da, da sind wir sehr froh drum und konnten den Fans was zurückgeben", sagte Keeper Oliver Baumann am DAZN-Mikrofon.

Die Erklärung, warum es nun im siebten Anlauf zum zweiten Mal wieder mit drei Punkten geklappt hat, hatte Baumann direkt parat: "Wir haben das Spiel angenommen, wie Bochum spielt und haben fast nichts zugelassen." Zwar erkannte auch der Keeper, dass es "hinten raus etwas löchrig" wurde, aber "gefühlt hatten wir die Kontrolle. Das haben wir uns auch vorgenommen."

Matarazzo greift immer wieder ein

Mitspielentscheidend waren da auch die taktischen Eingriffe von Trainer Pellegrino Matarazzo, der schon zu Beginn mit der für Hoffenheimer Verhältnisse so ungewohnten defensiven Viererkette überrascht hatte - dann aber selbst von der Spielweise der Gäste etwas überrumpelt wurde: "Wir waren ein bisschen überrascht, dass sie versucht haben, so viele spielerische Lösungen zu finden."

Nicht nur auf die Spielweise mussten sich die Hoffenheimer einstellen, sondern auch auf wechselnde taktische Anordnungen der Bochumer. Matarazzo wirkte dem aber immer entgegen und justierte. "Danach haben wir immer Zugriffe gefunden", freute sich der 46-Jährige, dem es vor allem wichtig war, "dass man als Einheit arbeitet".

Aus dieser Einheit stach einer aber noch heraus: Andrej Kramaric. Der Kroate leitete das 1:0 mit einem starken Zuspiel ein, erzielte den zweiten Treffer vor der Pause selbst und hatte auch beim schnellen Angriff vor dem 3:0 seine Füße beim vorletzten Pass auf Vorbereiter Marius Bülter im Spiel. "Andrej hat wieder top gespielt. Er ist sehr, sehr wichtig für uns, das hat man heute wieder gesehen", lobte Baumann den Offensivspieler.

Bochumer Ehrentreffer als Makel

Über eine Szene ärgerten sich dann aber sowohl der TSG-Kapitän als auch sein Trainer. Weil Goncalo Paciencia in der 90. Minute herrlich zum Bochumer Ehrentreffer traf, wartet Hoffenheim weiter auf das erste Spiel ohne Gegentor seit dem 2:0 bei Union Berlin am 5. Spieltag. Baumann war deswegen nicht vollends zufrieden: "Da muss man schon nochmal applaudieren, dass er ihn so trifft und dann da oben reinjagt, trotzdem ärgert's mich."

Und auch für Matarazzo war dieser Treffer das Haar in der Suppe, denn: "Die Null wäre gut gewesen." So attestierte der Coach seiner Mannschaft "ein gutes Spiel, kein Topspiel, aber ein gutes Spiel". Durch dieses wird die TSG auch nach dem 14. Spieltag weiter auf Platz sechs sein und schnuppert damit weiterhin an den Europapokalplätzen.

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Die letzte Saison ist noch präsent im Kraichgau, als man nach gutem Start nicht weiter oben dabei bleiben konnte. "Ich finde, wir sind stabiler als letztes Jahr gerade zu der Zeit", zog Baumann den Vergleich. Dennoch weiß auch der 33-Jährige, was passiert, "wenn man mal nicht punktet, was es mit dem Kopf und so weiter macht". Deshalb war der zweite Heimsieg "sehr wichtig, dass wir merken und sehen, wie gut wir sind, dass das Vertrauen da ist, gerade auch zuhause".

Sorgen um Weghorst

Ob in den nächsten Spielen auch Wout Weghorst wieder in der Sturmspitze agieren kann, war nach der Partie fraglich. Der Angreifer musste in Minute 65 mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Matarazzo konnte unmittelbar nach der Partie "noch keine Diagnose" präsentieren: "Wir wissen noch nicht, ob es was Muskuläres oder ob es gezerrt ist."

sts

Bilder zur Partie TSG 1899 Hoffenheim gegen VfL Bochum