Bundesliga

TSG Hoffenheim verlängert mit Torwart Oliver Baumann

Hoffenheims Nummer 1 verlängert vorzeitig

Baumann: "Dann spiele ich noch bis 40"

Macht ein Jahrzehnt Hoffenheim voll: Oliver Baumann.

Macht ein Jahrzehnt Hoffenheim voll: Oliver Baumann. imago images/Sportfoto Rudel

Da hat sich Oliver Baumann den passenden Rahmen ausgesucht. Zwei Tage vor dem Duell mit seinem Ex-Klub SC Freiburg, wo der Torhüter einst ausgebildet wurde und den Schritt zum Profi vollzog, gab der TSG-Torhüter nun seine erneute Vertragsverlängerung in Hoffenheim bekannt. Der 31-Jährige verlängerte seinen ohnehin noch bis 2023 laufenden Vertrag um eine weitere Saison bis 2024. Bei Vertragsende wäre Baumann dann zehn Jahre in Hoffenheim. Fünf Jahre hatte er davor bereits in Freiburg in der Bundesliga gespielt, ehe Baumann 2014 für 5,5 Millionen Euro nach Hoffenheim wechselt.

"Ich möchte die hohe Wertschätzung und das Vertrauen seitens des Vereins auch weiterhin genießen, dafür bin ich sehr dankbar. Ich bin sehr froh, weiter an dieser Erfolgsgeschichte Teil zu haben und mit beeinflussen zu können", erklärte Baumann, "wir haben auch schon Champions League und Europa League gespielt, da gingen Kindheitsträume in Erfüllung. Diese Spiele möchte ich natürlich wieder haben." Aktuell liegen die Kraichgauer gut im Rennen, erstmals überhaupt treffen Freiburg (4.) und Hoffenheim (5.) unter den Top 5 in der Bundesliga aufeinander. "Es geht aber auch darum, nachhaltig erfolgreich zu sein, den Verein und den Fußball zu entwickeln, damit wir konstant für guten Fußball stehen", so Baumann, der es verfrüht sieht, die internationalen Ränge als Ziel auszurufen, "das ist jetzt noch zu weit weg und die Tabelle zu eng."

"Oli ist einer der stärksten und beständigsten Torhüter der Liga und ein verlässlicher Führungsspieler in unserem Team. Aber nicht nur seine sportlichen Leistungen, sondern seine Persönlichkeit, sein einwandfreier Charakter und seine absolute Identifikation mit dem Klub machen ihn zu einem Gesicht der TSG", sagt Manager Alexander Rosen,  "Oli war, ist und bleibt ein wichtiger Eckpfeiler unseres Erfolges. Mit ihm langfristig planen zu können, ist für uns ein wichtiger Schritt in die Zukunft."
Keinesfalls soll das sein letzter Vertrag sein, versicherte der Routinier, "Ich möchte auch darüber hinaus noch im Tor stehen, weil ich mich körperlich und von dem Level, das ich erreicht habe, sehr gut fühle", erklärt der gebürtige Breisacher, "bis 35 oder 36 möchte ich sicher aktiv spielen. Dann muss ich schauen, wie sich der Körper verhält. Wenn es mir weiter so gut geht, spiele ich auch bis 40." Dann dürfte er Sebastian Rudy als Rekordspieler der TSG längst abgelöst haben.

Michael Pfeifer

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