Bundesliga

Bauchentscheidung: Florian Kohfeldt kennt Niclas Füllkrug schon lange

Dreierpacker bringt Werder die ersten Punkte ein

"Bauchentscheidung": Kohfeldt kennt Füllkrug eben schon lange

Florian Kohfeldt ist Trainer des SV Werder Bremen.

Hat sich vor dem Spiel auf Schalke für Niclas Füllkrug entschieden - offenkundig zu recht: Florian Kohfeldt. imago images

Ein Streitgespräch während der Bundesliga-Relegation gegen Heidenheim (0:0 im Hinspiel), ein kleiner Zoff inmitten der Vorbereitung Mitte August, an dessen Ende Bremens Trainer seinen Schützling Niclas Füllkrug vom Trainingsplatz verbannte - und dann noch ein Platz auf der Bank beim enttäuschenden 1:4-Auftakt gegen Hertha BSC. Kurz gesagt: In den letzten Wochen waren sich Coach und Stürmer an der Weser nicht immer einig gewesen.

Doch das sei laut Kohfeldt nicht nur wegen des jetzigen Dreierpacks von Füllkrug beim verdienten 3:1 auf Schalke vergessen, schon lange vorher abgehakt. "Ich kenne Niclas seit er 13 ist, habe ihn damals schon bei Werder (in der Jugend; Anm.d.Red.) trainiert." Deswegen sei es auch ganz normal, dass man sich mal gesund fetzt, aber man habe sich schon damals direkt beim Aufreger im Training "noch in der Kabine ausgesprochen und den Vorfall geklärt".

"Man muss auch mal Glück haben im Leben"

Vielmehr freue sich Kohfeldt mit seinem Schützling über dessen drei Treffer, die zugleich dem ganzen Team nach einem guten Auftritt die ersten drei Punkte dieser Saison einbrachten. Dass er Füllkrug dieses Mal dem letzte Woche von Beginn an aufgebotenen Davie Selke (Torschütze gegen Berlin) vorgezogen habe, "war ganz ehrlich Bauchgefühl", so der Coach nach dem erfolgreichen Spiel im Gespräch mit "Sky". "Na gut, dann macht er auch gleich drei Tore - man muss auch mal Glück haben im Leben. Er hatte aber eine gute Trainingswoche." Man müsse aber auch weiter "mit ihm vorsichtig sein nach der langen Pause. In der 70. Minute ist er dann ja auch raus auf eigenen Wunsch."

Füllkrug selbst, der sich nach seinen drei Einschüssen auch noch den Spielball gesichert hatte, bewertete seinen Auftritt derweil nüchtern, freute sich vielmehr fürs Team - und erkennt in der Sitation mit Mitspielern wie Selke, Josh Sargent, Nick Woltemade & Co. auch einen gewissen Reiz: "Ich glaube, dass wir in dieser Saison eine gewisse Konkurrenzsituation im Kader haben. Man hat dann den einen oder anderen hungrigen Spieler - und so ein bisschen Wut ist ja auch nicht schlecht, um eine gute Leistung abzurufen. Ich freue mich einfach, dass wir gewonnen haben, weil das ein wichtiger Sieg für uns war."

mag

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - Werder Bremen