2. Bundesliga

Holstein Kiels Fin Bartels: "Das war wichtig - für den Aufstieg"

Kiels Routinier gibt sich optimistisch für den Saisonendspurt

Bartels: "Das war wichtig - für den Aufstieg"

Leader der Kieler "Boyband": Routinier Fin Bartels (Mi.).

Leader der Kieler "Boyband": Routinier Fin Bartels (Mi.). imago images

Es war wie so oft ein "Ausgerechnet"-Moment. Ausgerechnet Fin Bartels. Ausgerechnet der Mann, der 2010 und 2014 am Millerntor zuhause war und für den das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub noch immer "positive Erinnerungen" hervorruft und "immer etwas Besonderes bleibt".

Bartels erlebt bei der KSV Holstein seinen zweiten, vielleicht sogar dritten Frühling. Seit seiner Rückkehr aus Bremen im vergangenen Sommer steuerte der Rechtsaußen acht Tore und sechs Assists in der Liga bei und ist mit seiner Erfahrung ein wichtiger Bestandteil in der ansonsten recht jungen Kieler Mannschaft.

Bartels nennt das Kind beim Namen

Gegen die Kiezkicker stellte der 34-Jährige seine Qualitäten beim 2:0 (24.), aber insbesondere beim sehenswerten 3:0 (49.) eindrucksvoll unter Beweis und machte mit seinen Treffern früh alles klar. "Es war wichtig für den Aufstieg, dass wir das Ding gewinnen", nannte Bartels nach dem Sieg am "Sky"-Mikrofon das Ziel ungewöhnlich deutlich.

Es ist dieses Selbstbewusstsein, das Vertrauen in die eigene Stärke, das Kiel seit der Rückkehr aus der Quarantäne so stark macht. Zehn Punkte holten die Störche seitdem (3/1/0), beim deutlichen Halbfinal-Aus im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund (0:5) konnten zudem wichtige Kräfte frühzeitig für den Saisonendspurt gespart werden.

Hier und da tun die Knochen weh, morgen wird es unangenehm.

Fin Bartels

"Ich hoffe, dass es so weitergeht. Wenn wir so spielen, können wir sicher weiter fleißig punkten. Wir dürfen aber keinen Deut weniger machen, es werden noch schwere Aufgaben kommen", so Bartels, der auch auf den hohen Kräfteverschleiß aufmerksam machte. Die jüngsten Beispiele dafür sind Jae-Sung Lee, dem Trainer Ole Werner eine Pause gönnte, und Jonas Meffert, der schon in der Pause ausgewechselt wurde. "Es sind schon ein paar Körner, die auf der Strecke bleiben", weiß Bartels.

"Mal sehen, wofür es reicht"

Bei ihm selbst reichte es immerhin für 70 Minuten: "Hier und da tun die Knochen weh, morgen wird es unangenehm. Ich bekomme es aber ganz gut hin", so der Routinier, der am Wochenende gemeinsam mit seinen Kollegen entspannt der Konkurrenz aus Fürth (Samstag gegen Karlsruhe) und Bochum (Sonntag gegen Regensburg) zusehen kann, am Montag gegen Hannover aber schon wieder gefordert ist.

Vier Spiele sind die Störche noch vom großen Ziel Bundesliga entfernt, wo noch einmal "alles rausgehaut" werden soll. Und dann? "Mal sehen, wofür es reicht", so Bartels.

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