Bundesliga

Mainz' Leandro Barreiro blendet die Vertragsgespräche komplett aus

Mainz 05 will zwei große Talente langfristig binden

Barreiro blendet die Vertragsgespräche komplett aus

Hat sich zu einem Mann für die wichtigen Tore entwickelt: Leandro Barreiro.

Hat sich zu einem Mann für die wichtigen Tore entwickelt: Leandro Barreiro. imago images

Das Arbeitspapier des 21-Jährigen läuft bis 30. Juni 2022. Gleiches gilt für den Vertrag von Jonathan Burkardt (20). Beide Spieler wurden im NLZ von Mainz 05 ausgebildet, haben sich in der Bundesliga durchgesetzt und sind feste Größen in der Nationalmannschaft von Luxemburg beziehungsweise der U 21 des DFB. Kein Wunder, dass der Klub daran arbeitet, die Zusammenarbeit langfristig zu verlängern, wie gut ein Jahr vor Vertragsende durchaus branchenüblich.

Barreiro bestätigt die Gespräche indirekt. "Der Zeitpunkt ist es, deshalb habe ich einen Berater, der sich darum kümmert. Mit ihm ist seit Monaten klar kommuniziert, dass ich mich auf den Abstiegskampf fokussieren und nicht mitbekommen will, was daneben für Sachen passieren", betonte der Luxemburger. Auch mit dem Szenario eines Abstiegs will er sich nicht befassen: "Mein Fokus liegt voll auf dem Klassenerhalt. Ich glaube seit dem ersten Spieltag daran und gehe davon aus, dass wir es auch schaffen werden."

Für diese Aussage wäre Barreiro vor dem Amtsantritt von Bo Svensson angesichts von lediglich sechs Punkten aus den ersten 14 Saisonspielen höchstens mild belächelt worden, mittlerweile ist der Tabellen-17. auf Rang 14 geklettert und hat mit 28 Zählern eine gute Perspektive, den Klassenverbleib Realität werden zu lassen. Das Wort "Vorentscheidung" ist aus Sicht von Barreiro, der am Sonntag in Köln den 3:2-Siegtreffer markierte, allerdings zu hoch gegriffen.

Der Spieler hat sich unter seinem Förderer Svensson, der ihn bereits in der Mainzer U 17 betreute, zu einem Mann für die wichtigen Tore entwickelt. Bereits am 18. Spieltag ist ihm gegen RB Leipzig der 3:2-Siegtreffer gelungen. "An das erste Tor habe ich nach dem 3:2 in Köln überhaupt nicht gedacht. Mir ging lediglich durch den Kopf: Wie geil, ein Tor in der letzten Minute, hoffentlich bringt es uns drei Punkte", sagte Barreiro. Das erste Bundesligator war dem Mittelfeldspieler, der auf der Achter- und Sechserposition eingesetzt wird, erst im 33. Bundesligaspiel gelungen. "Es hat lange gedauert. Ich will Tore schießen, weiß aber auch, dass es nicht meine primäre Aufgabe ist, deshalb mache ich mir keinen Druck", betonte Barreiro und beweist damit auch hier einen klaren Blick.

Michael Ebert