Champions League

Barças "Drohung" für Gladbach - Messi jagt CR7

Katalanen wollen gegen die Fohlen "Spaß haben"

Barças "Drohung" für Gladbach - Messi jagt CR7

Will am Dienstag auch durch Gladbachs Abwehrreihen tanzen: Barcelonas Lionel Messi.

Will am Dienstag auch durch Gladbachs Abwehrreihen tanzen: Barcelonas Lionel Messi. imago

Das späte 1:1 im Clasico tat Barça natürlich weh, das Ergebnis entsprach nicht den eigenen Vorstellungen. Die Katalanen wollten sich mit einem Dreier wieder näher an Erzrivale Real heranschieben. Ein völlig unnötiges Foul von Arda Turan, der im Vorfeld große Töne gespuckt hatte, und das daraus resultierende Kopfballtor von Sergio Ramos verhinderten den Dreier. Coach Luis Enrique war hinterher auf der Pressekonferenz bedient: "Die Anweisung war sehr klar: keine Fouls begehen und erst recht nicht, wenn ein Real-Spieler mit dem Rücken zum Tor steht." Da hatte der türkische Nationalspieler wohl nicht genau zugehört. "Die Spieler haben auf dem Platz die Verantwortung. Ich weiß aus Erfahrung, dass es sehr schwer ist, diese überschüssige Energie, die man bei solchen Spielen hat, zu kontrollieren", erklärte Enrique und schränkte ein: "Ich würde mich damit nicht explizit auf Arda fokussieren."

Löw lobt ter Stegen

Auch der DFB wohnte dem spanischen Klassiker bei: Bundestrainer Joachim Löw weilte am Wochenende gemeinsam mit seinen Assistenten Thomas Schneider, Marcus Sorg, Andreas Köpke und Miroslav Klose in Barcelona. Am Sonntag besuchten die deutschen Gäste auch noch das Training der Katalanen. Besonderes Augenmerk galt freilich Nationaltorwart Marc-André ter Stegen, mit dem Löw am Rande kurz plauderte. Ein Lob inklusive: "Ter Stegen arbeitet sehr gut, und wir sind zufrieden, dass er jetzt auch mehr spielt", so der Bundestrainer bei Barcelonas hauseigenem TV-Sender.

Spielersteckbrief Messi
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Auf der Tribüne in Barcelona: Bundestrainer Joachim Löw und Assistent Andreas Köpke.

Auf der Tribüne in Barcelona: Bundestrainer Joachim Löw und Assistent Andreas Köpke. imago

Trainer-Kollege Enrique legte schon am Sonntag den Fokus auf die Champions League - und kündigte am Montag auf der Pressekonferenz an: "Wir wollen einfach vor unseren Fans im Camp Nou gut spielen und Spaß haben." Das sollte man in Gladbach gut und gerne auch als Warnung verstehen, in Katalonien kam in der jüngeren Vergangenheit schon so mancher Bundesligist gehörig unter die Räder (z.B. Leverkusen mit 1:7 in der Saison 2011/12). Enrique will auch einige Reservisten einsetzen, wegen der Gelb-gesperrten Ivan Rakitic und Neymar ist er ohnehin dazu gezwungen. Aber: "Lionel Messi wird von Anfang an dabei sein."

Messi "braucht" Tore

Auch weil sich der Argentinier auf Rekordjagd befindet: Messi braucht gegen Gladbach nämlich zwei Tore, um mit Cristiano Ronaldo gleichzuziehen, dessen Bestmarke in der Gruppenphase der Champions League bei elf Treffern (2015/16) steht. CR7 wurde in der vergangenen Saison der erste Spieler überhaupt, der in der Gruppenphase der Königsklasse zweistellig traf. Auch in der ewigen Torjägerliste des Wettbewerbs ist Messi (92 Treffer) Dauerkontrahent Ronaldo (95) dicht auf den Fersen.

Gewinnen ist immer die beste Medizin.

Luis Enrique über das Spiel gegen Gladbach

Dreimal in Folge spielte Barcelona nun 1:1, gewann nur eines der letzten fünf Pflichtspiele. Gladbach also soll die Trendwende einleiten: "Gewinnen ist immer die beste Medizin", so Enrique. Das Ergebnis habe zwar "keine Auswirkung" auf den Ausgang in Gruppe C, doch Siege seien immer wichtig, um "Zweifel zu beseitigen" und "die Moral zu stärken". Speziell die Rückkehr von Kapitän Andres Iniesta tat Barcelonas Spiel sichtlich gut. Das sah auch Youngster Sergi Roberto so, der erklärte: "Jetzt ist es wichtig für uns, gegen Mönchengladbach zu gewinnen und uns Selbstvertrauen für die Liga und die schwierige Aufgabe in Pamplona am Samstag (gegen Osasuna, Anm.d.Red.) zu holen."

msc

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