Int. Fußball

Barça-Coach Ernesto Valverde verteidigt 105 Millionen für Ousmane Dembelé

Was sich der FC Barcelona vom Ex-Dortmunder verspricht

Barça-Coach Valverde verteidigt Dembelé-Millionen

Soll dem FC Barcelona geben, was dieser verloren hat: Ousmane Dembelé.

Soll dem FC Barcelona geben, was dieser verloren hat: Ousmane Dembelé. imago

Die Vergleiche mit Neymar wird Ousmane Dembelé (20) jetzt aushalten müssen. Seine Rückennummer? Genau die gleiche, er bekommt beim FC Barcelona die 11, die sein Vorgänger hinterlassen hat. Die Ausstiegsklausel? Fast doppelt so hoch, 400 statt 222 Millionen Euro. Die Ablösesumme? Mindestens 105 Millionen Euro (die über Bonuszahlungen auf 147 Millionen Euro steigen können) und damit rund halb so hoch wie die von Neymar, aber immer noch die zweithöchste jemals im Fußballgeschäft gezahlte.

Ist dieser Preis sportlich auch nur annähernd gerechtfertigt für einen 20-Jährigen, der eine herausragende Saison bei Borussia Dortmund gespielt hat, mehr aber auch noch nicht? "Wir wissen, wie die Dinge auf dem Transfermarkt laufen, alles ist in die Höhe geschossen", meint Barça-Coach Ernesto Valverde schulterzuckend. "Alle Klubs werden künftig die höchsten Ablösesummen in ihrer Geschichte zahlen."

Spielersteckbrief Dembelé
Dembelé

Dembelé Ousmane

Transfers wie der von Dembelé seien mit riesigen Erwartungen verbunden, "aber wir glauben, dass er bereit dafür ist. Ich denke nicht, dass er auf dem Platz einen Gedanken daran verschwendet, wie viel er gekostet hat."

Am Sonntag wird Dembelé in Barcelona erwartet, am Montag soll er seinen Fünfjahresvertrag unterschreiben und offiziell vorgestellt werden. Das erste Pflichtspiel für seinen erklärten Traumverein muss bis nach der Länderspielpause warten. Was erhofft sich Barça vom Franzosen? "Dembelé gibt uns die nötige Breite in unserem Kader", so Valverde. "Das ist etwas, was wir verloren und dringend gebraucht haben."

Aus MSN wird MSD: "Barça verfolgt seinen Weg schon eine Weile"

Er könne rechts und links auf dem Flügel, aber auch als Stürmer spielen, sei "schnell, vielseitig und technisch stark". Dembelés Entwicklung nennt Valverde "beeindruckend": "Vor ein paar Jahren hat ihn kaum jemand gekannt, aber er ist ein Spieler mit großen Qualitäten. Barça verfolgt seinen Weg schon eine Weile, genau wie andere Klubs. Und letztes Jahr hat er bewiesen, dass er ein Spieler auf Topniveau ist. Wir setzen große Hoffnungen in ihn."

Aus "MSN" wird "MSD" im Angriff Barcelonas, das "M" bleibt in jedem Fall dabei: Zwar vermeldete Real Madrid via Twitter die Verpflichtung von Lionel Messi, aber nur, weil der Account gehackt worden war. Das war Barça unlängst auch passiert.

jpe

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