Champions League

Bankdrücker Drmic: Torjäger im Wartestand

Gladbachs Top-Transfer meist nur als Joker benötigt

Bankdrücker Drmic: Torjäger im Wartestand

Braucht weiter Geduld: Gladbachs Edel-Joker Josip Drmic.

Braucht weiter Geduld: Gladbachs Edel-Joker Josip Drmic. Getty Images

Kleiner Lichtblick immerhin: Bei seinem Kurzeinsatz gegen Hannover sprühte der Schweizer Nationalspieler vor Eifer, behauptete Bälle, zeigte sich beweglich und engagiert. "Es ist enorm wichtig, dass er sich jetzt über solche kleinen Erfolgserlebnisse heranarbeitet", urteilt Eberl. Die Gesamtbilanz des Angreifers aber, der für zehn Millionen Euro aus Leverkusen kam, ist nach wie vor niederschmetternd.

Auch in Leverkusen war der Offensivmann mit großen Erwartungen gestartet, konnte sich aber nie einen Stammplatz erkämpfen und zog nach nur einem Jahr frustriert weiter. In Mönchengladbach hatte er zunächst Mühe, sich auf den Favre-Fußball umzugewöhnen, aber weder bei dem Schweizer noch bei seinem Nachfolger Andre Schubert kommt Drmic auf nennenswerte Einsatzzeit.

Zwei Mal gehörte er in der Liga zur Startelf, war sechs Mal Joker, blieb bisher aber ohne Torerfolg. Im Pokal auf Schalke durfte er von Anfang an ran, enttäuschte ab komplett (kicker-Note: 5) und musste sich wieder hinten anstellen. Sucht er deshalb im Winter vielleicht von sich aus einen anderen Arbeitgeber? Darüber könnte er nachdenken, um seine Chancen auf eine EM-Teilnahme mit der Schweizer Nationalelf zu wahren.

Oder setzt er sich mit Verspätung doch noch durch? Aber wo könnte Drmic sich einen Platz erkämpfen? Im Offensivzentrum sind Lars Stindl und Raffael gesetzt; freilich verfügt Drmic, das hat er nicht nur zuvor beim 1. FC Nürnberg, sondern auch in der Schweizer Nationalelf hinlänglich demonstriert, über andere Qualitäten. Er sucht die Tiefe und ist abschlussstark, auch wenn er das im Gladbacher Trikot noch nicht gezeigt hat.

Logisch, dass sie dem neuen Mann trotz seiner Formkrise den Rücken stärken. "Wir werden Josip Drmic nicht abgeben", bekräftigt auch der neue Cheftrainer Andre Schubert. Es wird sich zeigen, wie belastbar diese Aussagen sind.

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