Südwest

TSG Balingen in Hoffenheim weiter in der Erfolgsspur

Regionalliga Südwest, 16. Spieltag

Balingen dank Almeida Morais weiter in Erfolgsspur - OFC feiert Last-Minute-Siege

Pedro Almeida Morais steuerte beide Treffer zum Balinger Erfolg in Sinsheim bei.

Pedro Almeida Morais steuerte beide Treffer zum Balinger Erfolg in Sinsheim bei. IMAGO/Eibner

Der 16. Spieltag

Am Freitag wollten sich die beiden formstarken TSGs aus Hoffenheim und Balingen eigentlich ein spannendes Kräftemessen liefern. Die Partie wurde auch angepfiffen, während des ersten Durchgangs aber wieder abgebrochen. Grund: Die Sichtverhältnisse im Dietmar-Hopp-Stadion wurden immer schlechter. Am Dienstagabend wurde das Spiel nun erfolgreich nachgeholt - zumindest aus Sicht der Gäste, die dank Doppelpacker Almeida Morais (12., 59.) die Punkte aus Sinsheim entführten. Für die Balinger war das 2:0 zugleich der vierte Seriensieg in der Liga, der der Braun-Truppe Rang 5 einbringt. Für den Hoffenheimer Nachwuchs endete dagegen eine Serie von sieben ungeschlagenen Partien.

Zweimal Rot und drei Elfmeter in Worms

Am Sonntag wurde es für die Kickers Offenbach ernst. Auswärts hieß der Gegner Bahlinger SC, der zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken musste. Der BSC tat sofort alles, um den Trend zu stoppen. In der 3. Minute zog Pepic einfach mal ab, sein abgefälschter Schuss erwischte OFC-Keeper Richter auf dem falschen Fuß, gegen die Laufrichtung des Torwarts schlug der Ball im Netz ein. Das Visier beider Teams war in der Anfangsphase auffällig offen, so hätte Wanner fast im Gegenzug ausgeglichen, doch Geng parierte seinen Schuss aus spitzem Winkel. Besser machte es Lemmer in der 12. Minute, der nach einem Querpass von Bozic zum Ausgleich einschoss. Bozic entwickelte sich danach zum Offenbacher Dreh- und Angelpunkt. Entweder schloss er selbst gefährlich ab, wie in der 16. Minute, als sein Schuss knapp drüber ging, oder er setzte bei anderen Gelegenheiten seine Teamkollegen geschickt in Szene. Mitten in eine Drangphase der Hausherren zog Lemmer auf rechts einen Sprint an und verfehlte mit seinem Abschluss den langen Pfosten nur hauchdünn. In der 45. Minute schoss Saric nochmal aufs BSC-Tor, von Jopek abgefälscht ging das Leder an den Pfosten. Danach war Halbzeit.

Bahlingen gab im zweiten Durchgang über weite Strecken den Ton an, Richter hielt aber stark. In den letzten Minuten wurde die Partie wieder offener, da es Offenbach so langsam zu dämmern schien, dass es für eine Aufholjagd im Meisterrennen unbedingt einen Erfolg braucht. Und tatsächlich, der Siegtreffer fiel noch: Hosiner nahm in der 87. Minute eine Ablage von Lemmer auf, bediente von rechts Garcia, der die Kugel flach im Eck zum 2:1-Endstand unterbrachte.

Der Tabellenkeller bestimmte große Teile der weiteren Sonntagsspiele. So auch zwischen Eintracht Trier und Hessen Kassel. Beide Teams hatten zu Beginn ihre Chancen auf die Führung. Was Omosanya rund um die 30. Minute hatte, war das pure Pech. Erst sprang sein Schuss vom Innenpfosten an den anderen Torpfosten und von dort zurück ins Feld. Kurz darauf probierte es der Angreifer mit einem Heber, jetzt war der Querbalken im Weg. Somit konnte sich Kassel glücklich schätzen, dass es torlos in die Kabinen ging. Aus der Pause starteten die Gäste schwungvoller. In der 53. Minute köpfte Starostzik, Eintracht-Torwart Wieszolek musste sich lang machen, um den Rückstand zu verhindern. Und dann erlebte die für Trier so leidvolle Zweckehe Aluminium/Kassel in der 88. Minute eine erneute Auflage: König schnibbelte einen Freistoß aus halblinker Position aufs Tor, doch der Ball flog an die Oberkante der Latte. Mit der letzten Aktion des Spiels feierte Hessen Kassel seinen ersten Auswärtssieg der laufenden Saison. Eine Hereingabe von Mogge lenkte Thayaparan ins eigene Netz. Der finale Nackenschlag für die Moselstädter. Der Gästeblock verwandelte sich hingegen in ein Meer der Freude.

Mit neuem Trainer spielte der FC Rot-Weiß Koblenz gegen den VfR Aalen, dem am Freitag wegen seines Insolvenzantrags neun Punkte abgezogen wurden. Rot-Weiß-Trainer Adrian Alipour sah eine Mannschaft, die sich nicht versteckte. Doch sowohl Koblenz als auch Aalen machten es in der entscheidenden Zone oft zu ungenau. In der 38. Minute rettete die Latte für die Heimelf, als der Ball nach einem Eckstoß aus dem Getümmel ans Gestänge flog. Kurz vor der Pause wackelte auch das Aalener Aluminium, Töpken traf die Oberkante der Latte. Mit einer fahrlässigen Aktion geriet Koblenz auf die Verliererstraße: Weidenbach wollte als letzter Mann Bux ausspielen, der luchste ihm aber den Ball ab, ging auf direktem Weg zum Tor und überwand Kips (56.). Die Schlussminuten waren geprägt von rot-weißen Offensivbemühungen gegen tiefstehende Aalener, die darauf bedacht waren, diesen Dreier über die Ziellinie zu retten. Das klappte auch.

Bei Wormatia Worms gegen den FC 08 Homburg ging es bei den Gastgebern auch um Abstiegskampf, während die Homburger im Aufstiegsrennen wieder Boden gutmachen wollten. In der 16. Minute stellte Perdedaj die Weichen dafür. Als die Wormser nach einem Eckball den Ball nicht geklärt bekamen, stocherte der achtmalige Bundesligaspieler den Ball über die Linie. Bis zur Pause kontrollierte der FCH gegen ideenlose Gastgeber das Spiel. Das änderte sich mit Wiederbeginn, jetzt wurde Worms gefährlicher und glich nach einem Torres-Abstauber auch aus (55.). Doch so verdient der Treffer war, so schnell war er wieder pulverisiert, da in Minute 61 Mvoto im Strafraum zur Notbremse griff. Es gab Rot und Elfmeter für Homburg, den Eisele im Nachschuss zur Führung nutzte. In der 72. Minute zeigte Schiedsrichter Scotece wieder auf den Punkt, diesmal für die Heimelf. Grimmer schnappte sich die Kugel und markierte in Unterzahl den erneuten Ausgleich. Doch wieder konnten sich die heimischen Anhänger nur kurz darüber freuen, dann landete ein Eckball bei Eisele, der wuchtig auf 3:2 für die Saarländer stellte. Endgültig darauf war der Deckel in der 85. Minute: Mendler netzte per Foulelfmeter ein. Fischer sah Rot, wohl aber nicht wegen des Fouls, sondern offenbar wegen Schiedsrichterbeleidigung. In der Nachspielzeit setzte Mendler mit einem wuchtigen Linksschuss den 5:2-Endstand drauf.

Guter Tag für Ulm

Der Samstag verlief ganz im Sinne von Spitzenreiter SSV Ulm 1846. Die Elf von Thomas Wörle gewann mit 2:0 bei Aufsteiger SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Es war ein hartes Stück Arbeit für die "Spatzen", die SG verteidigte gut, ließ gerade in Halbzeit eins kaum etwas zu. Nach Wiederanpfiff traf Röser für Ulm zunächst nur die Latte, wenig später zielte er nach einer Hereingabe genauer - 1:0 für die Gäste (60.). Wenig später erhöhte Schmidts von der Strafraumgrenze auf 2:0 (67.). Fulda hatte darauf keine Antwort mehr, die "Spatzen" verdienten sich die drei Zähler aufgrund einer Leistungssteigerung nach der Pause.

Mehr zur Regionalliga Südwest

Der aktuell schärfste Rivale TSV Steinbach Haiger hingegen kam gegen den VfB Stuttgart II nicht über ein 2:2 hinaus. Dabei führte die Elf von Pascal Bieler zur Pause noch durch zwei sehenswerte Tore mit 2:0: Zunächst war Eismann nach einem Lattentreffer von Strujic per Fallrückzieher erfolgreich (19.), dann erhöhte Firat per direktem Freistoß in den Winkel (32.). In Durchgang zwei allerdings köpfte Ganaus den VfB zunächst zum Anschluss (58.), ehe Wolf, der in Minute 77 noch per Elfmeter an Keeper Ibrahim scheiterte, den 2:2-Ausgleich herstellte (83.). Fünf Zähler beträgt damit aktuell der Rückstand der Steinbacher auf Ulm.

Schmerzhaft verlief der Nachmittag für den SGV Freiberg, der mit 0:5 dem FSV Frankfurt unterlag. Mann des Spiels auf Seiten des FSV war dabei Cas Peters mit einem Dreierpack (22./78./82.), allerdings wurde er bei seinen Treffern von seinen Teamkameraden auch perfekt in Szene gesetzt. Für die weiteren Treffer beim hochverdienten Erfolg sorgten Boutakhrit (3.) und Müller (42.). Die Freiberger enttäuschten gerade im ersten Durchgang. 

Enttäuschung gab es auch im Lager des FSV Mainz 05, der Bundesliga-Nachwuchs unterlag im Heimspiel Astoria Walldorf mit 1:2. Max Müller gelang dabei kurz vor Schluss der 2:1-Siegtreffer der Gäste (84.). Zuvor konnten die Mainzer einen frühen Rückstand (Gibs, 23.) durch Mizuta schnell kontern (28.). Walldorf klettert damit vorerst aus der Roten Zone.

stw/jam/dw

Die Trainer in der Regionalliga Südwest