Bundesliga

Baku über van Bommel: "Alles mit Ball"

Der Wolfsburger über die Unterschiede zwischen altem und neuem Trainer

Baku über van Bommel: "Alles mit Ball"

Ridle Baku: Trotz der schwierigen Vorbereitung "müssen wir da sein".

Ridle Baku: Trotz der schwierigen Vorbereitung "müssen wir da sein". imago images/regios24

Fünf Test-Pleiten am Stück sind zwar auch für Ridle Baku eine neue Erfahrung, in Panik gerät der rechten Außenbahnspieler des VfL Wolfsburg deshalb aber nicht. Schließlich gibt es reichlich Gründe dafür, warum die Ergebnisse in der Vorbereitung noch nicht stimmten. "Wir haben einen neuen Trainer, eine komplett neue Spielidee, erst jetzt sind alle Spieler zurück im Training. Es soll keine Ausrede sein, aber unter diesen Voraussetzungen war die Vorbereitung nicht so einfach", erklärt der 23-Jährige im kicker  (Donnerstagsausgabe). Er betont mit Blick auf das bevorstehende Pokalspiel: "Wenn es zählt, dann müssen wir da sein."

Das jedoch mit verändertem Spielstil. Legte Ex-Coach Oliver Glasner noch großen Wert auf die Arbeit gegen den Ball, hat dessen Nachfolger Mark van Bommel in den vergangenen Vorbereitungswochen den Fokus auf das Wolfsburger Spiel mit dem Ball gerichtet. "Die holländische Schule" nennt es Baku. "Wir machen alles mit Ball, üben fast in jeder Einheit Passspiel. Das ist schon erst einmal eine Umstellung."

"Ich agiere so oder so extrem offensiv"

Eine Veränderung, die Zeit benötigt. Zeit, die der VfL kaum hat, schließlich beginnt in einer Woche die Bundesliga, in einem Monat die Champions League. Ist es da nicht riskant, den zuletzt erfolgreichen Weg teilweise zu verlassen? "Risiko gibt es immer im Fußball", sagt Baku, der jedoch von der neuen Ausrichtung überzeugt ist. "Wir haben die Qualität, haben intelligente Spieler. Ich bin mir sicher, dass wir die Idee umsetzen können."

Welche Rolle der U-21-Europameister dabei spielt, ist noch nicht ganz klar. Und für Baku, der in der vergangenen Spielzeit auf der rechten Außenbahn defensiv wie offensiv überzeugte, auch nicht so entscheidend. "Weil ich so oder so extrem offensiv agiere." Doch welche Rolle wünscht er sich? "Wenn Sie mich jetzt zwingen würden, mich auf eine Position festzulegen, wäre es wahrscheinlich Rechtsverteidiger."

Im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe, ab Mittwochabend auch als eMagazine) berichtet Baku außerdem über seinen früheren Kontakt mit Neu-Nationaltrainer Hansi Flick und sagt, bei welchem Thema er Jupp Heynckes nicht widersprechen würde. Der 23-Jährige stellt sich zudem der Frage, ob er sich die Bayern, die ihn schon vor einem Jahr im Visier hatten, zutrauen würde.

Thomas Hiete