Bundesliga

Badstuber stellt klar: "Ich bleibe sicher beim VfB"

Innenverteidiger über seine Zukunft, Verstärkungen und das Karriereende

Badstuber stellt klar: "Ich bleibe sicher beim VfB"

Ein "absolutes Ja" zum VfB: Holger Badstuber.

Ein "absolutes Ja" zum VfB: Holger Badstuber. Getty Images

Holger Badstuber gehört zu den Topverdienern beim VfB Stuttgart. Und weil der Bundesliga-Aufsteiger wegen der Corona-Krise Geld für seine Transferpläne gebrauchen könnte, gab es zuletzt nach kicker-Informationen Überlegungen, ihn abzugeben. Selbst bei Ablösefreiheit und Übernahme eines Gehaltsanteils bliebe schließlich noch ein siebenstelliger Betrag übrig, der in andere Personalien fließen könnte.

"Ich bin ein Spieler, der Verträge abschließt, um sie einzuhalten"

Nur hat Badstuber offenbar keinerlei Interesse, vorzeitig aus seinem Vertrag auszusteigen. "Ich bleibe sicher beim VfB", stellte Badstuber in einem Gespräch mit dem Instagram-Kanal von "ZDF Sport" klar. "Mein Vertrag läuft bis 30. Juni 2021. Das ist mir sehr wichtig: Ich bin ein Spieler, glaube ich, der Verträge abschließt, um sie einzuhalten."

Tatsächlich hat noch nie ein Klub eine Ablösesumme für Badstuber bezahlt, maximal eine Leihgebühr. Zum VfB war der 31-Jährige im Sommer 2017 ablösefrei gewechselt. "Es war jetzt das große Ziel, aufzusteigen und nächste Saison wieder Teil der Bundesliga zu sein", so Badstuber. Deswegen gebe es zum Verbleib "von mir ein absolutes Ja".

Der VfB in der Bundesliga: "Ohne Erfahrung wird es nicht gehen"

Er glaubt, dem VfB in der Bundesliga weiterhelfen zu können. "Erfahrung ist in der ersten Liga schon eine sehr wichtige Säule. Da sehe ich mich und auch noch andere Spieler. Ohne Erfahrung wird es nicht gehen", warnt er. Deswegen hätte Badstuber auch nichts gegen eine entsprechende Aufrüstung des Kaders. "Das müssen unsere Verantwortlichen beantworten", meint er zwar. Aber der VfB habe eine Mannschaft, "die sehr, sehr unerfahren in der Bundesliga ist".

Gerade im ersten Jahr als Aufsteiger werde man "eine schwere Zeit haben", prognostiziert Badstuber. Darum könne das "oberste Ziel" nur Klassenerhalt heißen. Mit dem VfB hat der Linksfuß 2017/18 bereits ein Jahr als Bundesliga-Rückkehrer erlebt - und 2018/19 einen Abstieg.

Badstuber denkt an Karriereende in den USA - und die Trainerscheine

Kann sich Badstuber - ganz unabhängig von den Plänen der Verantwortlichen - sogar ein Karriereende beim VfB vorstellen? Was über 2021 hinaus passiere, "wird man alles sehen. Fußball geht so schnell", sagt er. Grundsätzlich aber "würde mich das Ausland am Ende meiner Karriere schon reizen", allen voran die USA: "Durch den Basti (Bastian Schweinsteiger, d.Red.) habe ich viel von der MLS gehört. Zum ausklingen lassen, die Sprache, die Anonymität - das würde mich einfach interessieren."

Und auch danach will Badstuber "dem Fußball treu bleiben. Ich will weitergeben, was ich gelernt habe. In welcher Form, wird sich herauskristallisieren." Eine Trainerlaufbahn allerdings sei "eine Option, absolut. Die Trainerscheine will ich definitiv in der Tasche haben."

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jpe

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