2. Bundesliga

Bader kann sich "nicht beschweren"

Außenverteidiger arrangiert sich mit Quarantäne-Training

Bader kann sich "nicht beschweren"

Darmstadts Matthias Bader

Hat sich mit der neuen Situation arrangiert: Darmstadts Matthias Bader. imago images

"Wir werden im Training ganz gut beschäftigt, heute waren es zwei Stunden", sagte der 22-Jährige nach der Einheit am Dienstag. "Zudem regenerieren wir viel, essen dreimal am Tag - ich kann mich nicht beschweren." Die Freizeit nutze er beispielsweise an der Spielkonsole. Wie im Gefängnis sei es nicht: "Ich habe nicht das Gefühl, eingesperrt zu sein. Wir können uns im Hotel ja relativ frei bewegen." Andere Gäste als den Lilien-Tross gibt es dort nicht. Am meisten vermisse er seine Freundin und seinen Hund.

Der Partie am Samstag in Karlsruhe, wohin die Darmstädter ob der kurzen Distanz entgegen der Normalität erst am Spieltag reisen und dies aufgeteilt in zwei Bussen tun werden, sieht Bader positiv gestimmt entgegen. "Da bei uns keiner betroffen ist, überwiegt in der Mannschaft die Vorfreude", gab der Winterzugang des 1. FC Köln zu Protokoll. Bei den Südhessen fielen bislang alle Tests auf das Corona-Virus negativ aus.

Für den bisher vor allem auf der rechten Darmstädter Abwehrseite eingesetzten Spieler ist die kurze Fahrt nach Baden am Wochenende eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Vor seinem Engagement in Köln durchlief der einstige U-Nationalspieler (Einsätze für Deutschland Deutschland von der U16 bis zur U20) diverse Jugendmannschaften des KSC. Der gebürtige Pforzheimer absolvierte für die erste Mannschaft der Karlsruher danach 17 Zweit- und 29 Drittliga-Spiele.

In Köln kam er in anderthalb Jahren hingegen kaum zum Zug, auch nicht unter Markus Anfang, der in der nächsten Saison die Lilien coachen wird. Der aktuelle Trainer Dimitrios Grammozis und der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann sahen im Außenverteidiger indes großes Potenzial, so dass ihn der SV 98 im Winter mit einem Vertrag bis 2022 ausstattete.

Jens Dörr

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