Regionalliga

Rückkehrer Cepni: "Von A bis Z ist alles beim Alten"

Rückkehrer will Karriere bei "Nulldrei" beenden

Babelsbergs Cepni: "Von A bis Z ist alles beim Alten"

Ugurtan Cepni

Wieder für Babelsberg am Ball: Ugurtan Cepni. imago images

Hinter Ugurtan Cepni liegen gewiss keine leichten Wochen. Der gebürtige Berliner mit türkischen Wurzeln hatte beim BFC Dynamo gegen Ende der vergangenen Spielzeit einen schweren Stand, wurde, wie sein Teamkollege Cubuku, im April suspendiert. "Bilal und ich wurden von heute auf morgen suspendiert, ohne dass uns jemals ein Grund dafür genannt wurde", erklärte der 36-Jährige. Die Ausbootung sei der "Tiefpunkt" seiner langen Karriere gewesen.

Cepnis "Kurz-Intermezzo" bei Türkspor

Eigentlich wollte sich Cepni diesen Sommer weitgehend aus dem Fußball zurückziehen, um "mehr Zeit mit der Familie zu verbringen". Was das hieß? Er lehnte einige Angebote von Regionalliga-Teams ab und wollte sein Glück beim Berlinligisten Türkspor suchen.

Lange hielt er an diesem Plan allerdings nicht fest. Rund eine Woche nach seiner Verpflichtung trat er mit Babelsbergs Kapitän Philip Saalbach in Kontakt, der ihn von einer Rückkehr zu "Nulldrei" überzeugte. Es folgten "gute Gespräche" mit Trainer Marco Vorbeck.

Der perfekten Rückkehr stand nur noch eine Hürde im Weg: Sein gültiges Arbeitspapier bei Türkspor. "Ich habe den Präsidenten Metin Yilmaz angerufen, und der hat sofort versichert, mir keine Steine in den Weg legen zu wollen. Bereits drei Stunden später hat er mich beim Berliner Fußballverband abgemeldet", erklärt Cepni. Das mache nicht jeder, wofür er ihm "sehr dankbar" sei.

Die geglückte Rückkehr

Bei Babelsberg unterschrieb der Außenverteidiger nach seiner zweijährigen Abwesenheit kurzer Hand einen Einjahresvertrag. Was sich währenddessen geändert habe? "Die Mannschaft ist im Vergleich zu damals viel jünger geworden. Aber ansonsten ist alles von A bis Z beim Alten", erzählt Cepni. Als er das erste Mal "zurück ins Karli" gekommen sei und die Kabine betrat, habe er sich "wie ein kleines Kind gefreut".

Auch wenn es für den Routinier viele Wiedererkennungsmerkmale gibt, so haben sich seine persönlichen Vorzeichen dennoch geändert: Mit seinen gestandenen 36 Jahren ist Cepni mit Abstand der älteste Spieler im Babelsberger Kader, seine Fitness und Schnelligkeit auch nicht mehr die beste. Das machte sich auch im Spiel gegen Viktoria Berlin (0:0) bemerkbar: "Ich bin noch nicht zu 100 Prozent fit. Ich arbeite hart daran, meinen körperlichen Bestzustand zu erreichen. Gegen Viktoria ging mir nachher die Luft aus", gab der Neuzugang zu.

Auch abseits des Platzes sieht sich Cepni mehr gefordert: "Ich will versuchen, den jungen Spielern mit all meinen Erfahrungen weiterzuhelfen, sodass sie den Weg in den Profi-Fußball schaffen".

Cepnis Ziele und Zukunft

Und was sind die Pläne des Rückkehrers? Oberste Priorität habe zunächst der Klassenerhalt. Was am Saisonende und dem damit verbundenen Auslaufen seines Vertrages passiert, verriet er nicht. Sicher ist aber: "Auf jeden Fall wird Babelsberg meine letzte Station sein. So lange wie es mein Körper noch mitmacht, will ich spielen", so Cepni.

Zunächst aber gastieren Cepni und Co. beim FSV Union Fürstenwalde. Mit einem Sieg beim Tabellennachbarn können die Babelsberger erstmal ihren Ein-Punkte-Abstand zu den Abstiegsrängen ausbauen. Anpfiff der Partie am Samstag ist um 13.30 Uhr.

kon / me