Bundesliga

Babak? Wer? Samstag übernimmt Svenssons Assistent bei Mainz 05

Schon in der U 19 und beim FC Liefering an der Seite des Cheftrainers

Babak? Wer? Samstag übernimmt Svenssons Assistent bei Mainz 05

Gibt am Samstag für Bo Svensson (li.) den Ton beim 1. FSV Mainz 05 an: Babak Keyhanfar (re.).

Gibt am Samstag für Bo Svensson (li.) den Ton beim 1. FSV Mainz 05 an: Babak Keyhanfar (re.). imago images/Martin Hoffmann

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) ist Babak Keyhanfar die tonangebende Figur beim Auswärtsspiel von Mainz 05 bei der SpVgg Greuther Fürth. Der gebürtige Mainzer mit iranischen Wurzeln ist seit dreieinhalb Jahren der Co-Trainer und die Vertrauensperson von Svensson, der nur für den Innenraum gesperrt ist.

Keyhanfar war schon bei den U-19-Junioren Co-Trainer des Dänen, gemeinsam zog es sie 2019/20 zum österreichischen Zweitligisten FC Liefering. Seitdem macht der UEFA-B-Lizenz-Inhaber Keyhanfar den Job auch hauptberuflich. Bei den Spielen taucht der emotionale Co-Trainer häufiger an der Seite von Svensson auf. Die Zusammenarbeit begann im Sommer 2018 in der U 19 von Mainz 05, davor war Keyhanfar beim örtlichen Oberligisten SV Gonsenheim als Chefcoach tätig. Davor fungierte er dort als Co-Trainer und U-19-Coach. In seiner aktiven Zeit ging Keyhanfar für den SV Gonsenheim in der Oberliga auf Torejagd.

Ein Traum geht in Erfüllung

Mit dem Job im Trainerteam der 05-Profis ging für den 36-Jährigen ein Traum in Erfüllung. "Ich bin in Mainz geboren und aufgewachsen, ich war früher als Fan am Bruchweg und habe später die Zeit mit und nach dem Umzug in die Arena auch als Kumpel von Yunus Malli sehr intensiv erlebt. Dann selbst mit an der Seitenlinie zu stehen und ein Teil des Ganzen zu sein, ist eine sehr emotionale Angelegenheit, und auch eine Geschichte, die mich stolz macht", sagte Keyhanfar im Interview mit dem Internetportal "Sport aus Mainz".

Den Wunsch, irgendwann mal zum Trainerteam der 05-Profis zu gehören, hatte er schon länger gehegt. "Als sich dann die Möglichkeit eröffnete, nach Mainz zurückzukehren, hat mein Herz schon ein bisschen schneller geschlagen. Das hatte weniger mit der Bundesliga an sich zu tun als mit der Tatsache, dass es um Mainz ging. Um meine Heimat und meinen Heimatverein", so Keyhanfar weiter.

Aber als plötzlich die Chance bestand, bei Mainz 05 zu arbeiten, wollte ich dann doch nichts anderes mehr.

Babak Keyhanfar

Während der gemeinsamen Zeit beim FC Liefering pendelte er jedes Wochenende nach den Spielen, die regelmäßig am Freitagabend stattfanden, mit Svensson zwischen dem Klub aus Salzburg und Mainz. "Die Fahrerei war auch Stress, an den wir uns irgendwann gewöhnt hatten - aber wir haben es auch gemerkt, als er wegfiel", erinnert sich der Co-Trainer. Bevor der neue Job im Januar 2021 perfekt war, gab es allerdings noch einige stressige Tage Ende 2020: "Bo und ich sind am 13. Dezember von Salzburg nach Mainz gefahren, mit dem Ziel, die freien Wochen mit unseren Familien zu genießen und uns am 5. Januar wieder auf den Weg nach Österreich zu machen." Kurz nach Heiligabend 2020 sei dann die erste Kontaktaufnahme erfolgt, die Gespräche wurden in den nächsten Tagen intensiver, aber bis entschieden war, hat es einige Zeit gedauert. "Wäre es ein anderer Bundesligist gewesen, hätte ich mich nicht so sehr mit dem Thema befasst. Aber als plötzlich die Chance bestand, bei Mainz 05 zu arbeiten, wollte ich dann doch nichts anderes mehr. Das war insofern tatsächlich emotionaler Stress", so Keyhanfar. Diesen wird er vermutlich auch am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth erleben ...

Michael Ebert

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