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B360 Esport-CEO übt Kritik an EA

"Beinahe unmöglich, sich als Team zu refinanzieren"

B360 Esport-CEO übt Kritik an EA

EA muss mehr für eSport-Organisationen tun, findet Laurent Burkart (re.).

EA muss mehr für eSport-Organisationen tun, findet Laurent Burkart (re.). Instagram/laurentburkart

Thema des kicker eSport Talk war in erster Linie der DFB-ePokal und dessen Zukunft. Angesprochen wurde zudem aber auch die fehlende finanzielle Unterstützung seitens des US-amerikanischen Entwicklerstudios. "Es ist beinahe unmöglich, sich als Team im Moment zu refinanzieren", führte Burkart schonungslos an. Man sei nun zwei Jahre im Geschäft und habe erhebliches Geld investiert. "Wenn man keine Investoren hat oder Leute, die einen supporten, dann ist es aber schier unmöglich", so sein Urteil.

In-Game-Maßnahmen als Lösung

Dabei nimmt der Geschäftsführer von B360 Esports insbesondere EA in die Pflicht. Seiner Ansicht nach gibt es verschiedene Wege, um die Mannschaften zu unterstützen. So könnte der Entwickler der Fußball-Simulation durch diverse In-Game-Maßnahmen für Abhilfe sorgen. Ein Großteil der Community fordert dies schon seit Jahren vehement.

"Die Wertschöpfung liegt, glaube ich, zu 90 oder 95 Prozent bei EA, da gibt es für uns als Team ganz wenige Möglichkeiten. Wir haben es nicht einmal hinbekommen, unser Trikot im Spiel zu erhalten - was wohl eine Kleinigkeit wäre", monierte er. Man kämpfe seit zwei Jahren um derartige Lösungen, dahingehend müsse sich zwingend zukünftig auch etwas tun. Wobei, wie er anmerkte, sich bereits viele Türen aus der Marketingperspektive für seine Organisation durch den sensationellen ePokal-Sieg in Kooperation mit dem Celtic Worms FC öffneten.

"Ein riesiges Ligasystem"

Der eSport-Experte und ehemalige eNationalspieler 'M4RV' sieht es ähnlich und bekräftigt Burkarts Aussagen. Personalisierte Bandenwerbung sowie Trikots könnten für Sponsoren durchaus attraktiv sein und womöglich wichtige Kennzahlen für potenzielle Investoren herstellen. Er könne sich auch "ein riesiges Ligasystem" vorstellen, in dem "jeder Verein wöchentlich mitmachen kann". Außerdem wäre denkbar, dass EA einen größeren Teil seiner Einnahmen in Turnierpreisgelder steckt. Dadurch könnte der Entwickler auch demonstrieren, dass er gewillt ist, Veränderungen herbeizuführen. Veränderungen, so das einstimmige Urteil der beiden, die dringend notwendig sind, um den Teams unter die Arme zu greifen.

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Lars Becker