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Austria Wien erhält vorerst keine Lizenz - Stöger geht im Sommer

Traditionsverein muss Unterlagen nachreichen

Austria Wien erhält vorerst keine Lizenz - Stöger geht im Sommer

Im Sommer nicht mehr der Trainer bei Austria Wien: Peter Stöger.

Im Sommer nicht mehr der Trainer bei Austria Wien: Peter Stöger. picture alliance

Wie der Senat 5 der österreichischen Bundesliga mitteilte, wurde dem 24-maligen Meister als einzigem Verein in der höchsten Spielklasse die Teilnahmeberechtigung aus finanziellen Gründen verweigert.

"Die betroffenen Klubs haben in der zweiten Instanz die Möglichkeit, die erforderlichen Nachweise zu erbringen", erklärte Ligaboss Christian Ebenbauer. Die Frist hierfür ist bereits in der kommenden Woche am 21. April. "Bestimmungsgemäß werden wir gegen diesen Beschluss des zuständigen Lizenzsenats innerhalb der kommenden Tage schriftlichen Protest erheben, um fristgerecht die geforderten Nachweise beim Protestkomitee für dessen Entscheidung vorzubringen", heißt es auf der Website des Vereins.

"Wir wissen durch den heute erhaltenen Lizenzentscheid ganz genau, welche Anforderungen an uns gestellt werden und worauf wir uns fokussieren müssen. Wir werden alles unternehmen, um die zusätzlichen Informationen fristgerecht einzubringen", kommentierte Präsident Frank Hensel.

Neben der Austria erhielten auch die Zweitligisten Young Violets und Austria Lustenau vorerst keine Lizenz.

Trainer und Sportchef Stöger, der in der Bundesliga als Cheftrainer beim 1. FC Köln und Borussia Dortmund tätig war, hatte bereits am Samstag nach der 0:1-Niederlage beim TSV Hartberg seinen Abschied im Sommer von seinem finanziell schwer angeschlagenen Herzensverein angekündigt.

Stöger zu Köln-Gerüchten: "Es gibt momentan nichts"

Stöger war 2019 als Sportdirektor bei den "Veilchen" angetreten und übernahm 2020 zusätzlich das Traineramt. Gespräche über ein mögliches Comeback in Köln hatte er zuletzt verneint: "Es gibt momentan nichts", sagte der 55-Jährige bei Sky. Beim FC wurde gerade Markus Gisdol entlassen und Friedhelm Funkel als Trainer vorgestellt - allerdings nur bis Saisonende.

Privat pflegt Stöger noch gute Kontakte an den Rhein - auch wenn der Abschied weniger schön war. Ende 2017 wurde der einstige Liebling der FC-Fans als abgeschlagener Tabellenletzter in seinem fünften Jahr entlassen. "Ich hätte das mit Köln durchgezogen", sagt er rückblickend im "kicker meets DAZN"-Podcast, man "geht gemeinsam runter und baut es wieder auf". Dass sich die Verantwortlichen beim "Effzeh" anders entschieden haben damals, "das verstehe ich auch".

tru