kicker

Austria Lustenau bejubelt den Aufstieg in die Bundesliga

Rückkehr nach 22 Jahren

Austria Lustenau bejubelt den Aufstieg in die Bundesliga

Austria Lustenau wird wieder erstklassig sein.

Austria Lustenau wird wieder erstklassig sein. GEPA pictures

Der SC Austria Lustenau ist zurück in der Bundesliga. Die Vorarlberger setzen sich am vorletzten Spieltag knapp mit 2:1 gegen den SV Horn durch und sind durch die gleichzeitige 0:1-Niederlage des FAC in Lafnitz nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu verdrängen. Für die Lustenauer, die im vergangenen Jahr noch gegen den Abstieg gekämpft haben, bedeutet es nach 22 Jahren die Rückkehr in das österreichische Oberhaus. In 29 Spielen feierten die Vorarlberger 21 Siege und kassierten dabei nur vier Niederlagen. "Einfach megageil. Mir fehlen die Worte. Endlich ist der Verein dort, wo er hingehören muss. Das zu schaffen nach so vielen Jahren, was gibt es Geileres. Im Endeffekt sind wir verdient aufgestiegen", so ein sichtlich begeisterter Torhüter Dominik Schierl im "ORF"-Interview nach dem fixierten Aufstieg in die Bundesliga.

2. Liga - 29. Spieltag

Lustenau setzte sich nach zehn Siegen in den ersten elf Saisonspielen frühzeitig an die Spitze und lieferte sich mit dem FAC über Monate einen engen Zweikampf im Rennen um die Tabellenspitze. Nach einer kurzen Schwächephase im März, in der die Vorarlberger den ersten Platz sogar kurzeitig an den Wiener Konkurrenten abgeben mussten, meldete sich die Truppe von Chefcoach Markus Mader mit sieben Siegen aus den vergangenen acht Ligaspielen aber beeindruckend zurück und krönt eine wahre Erfolgssaison mit dem Aufstieg in die Bundesliga.

"Es ist einfach nur voll cool. Ein absoluter Glückstag heute. Ich denke schon, dass wir über die gesamte Saison einen attraktiven Offensivfußball gezeigt haben und auch die Nerven bewahrt haben, als es mal nicht so gut gelaufen ist. Die Jungs haben sich das zu 100 Prozent verdient", jubelt auch Cheftrainer Mader über den großen Erfolg.

8 aus 18: Das sind Klopps Endspiele

Ernüchterung beim FAC

Beim FAC hingegen herrscht trotz einer überraschend erfolgreichen 2. Liga-Saison große Enttäuschung, nachdem man sich kurz vor Schluss seinen Traum von der Bundesliga nicht mehr erfüllen konnte. Einen frühen Gegentreffer der Lafnitzer durch Christian Lichtenberger konnten die Floridsdorfer trotz aktivem Aufwand nicht mehr egalisieren und werden somit auch in der nächsten Saison weiterhin zweitklassig sein.

"Das ganze Trainerteam ist sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat eine großartige Saison gespielt, wir sind fix Zweiter und das ist ein absolut großer Erfolg. Natürlich ist es bitter, wenn am Ende den Aufstieg so knapp verpasst, aber damit hätten wir vor der Saison nicht gerechnet und können deshalb wirklich stolz auf diese geile Saison sein“, blickt FAC-Coach Mitja Mörec trotz des verpassten Aufstiegs mit Freude auf das Geleistete zurück.

Kleines Fragezeichen wegen Innsbruck

Fragezeichen rund um den Aufstieg gibt es nur wegen des finanzmaroden Zustands von Wacker Innsbruck. Sollten die Tiroler am 30. Spieltag wegen akuten Geldmangels nicht spielen, würden sämtliche Resultate der Innsbrucker gestrichen. Lustenau holte aus den zwei Spielen gegen Wacker zwei Punkte mehr als die Wiener - dadurch würde der Polster auf drei Zähler schrumpfen. Somit würde sich für den FAC noch eine Minichance ergeben. Allerdings müsste die Lustenauer Austria in der Schlussrunde am 22. Mai gegen die Young Violets verlieren, während der FAC die Juniors OÖ schlagen muss. Bei der Bundesliga geht man aber davon aus, dass das noch ausstehende Wacker-Heimspiel gegen Dornbirn stattfinden wird, notfalls als Geisterspiel

ma,apa

Thomas Tuchel

Tuchel: "Ich erwarte keine verrückten Dinge"

alle Videos in der Übersicht