2. Bundesliga

Aus Spaß wird Realität: Handwerkers Prophezeiung tritt ein

Nürnberg wieder voll im Aufstiegsrennen dabei

Aus Spaß wird Realität: Handwerkers Prophezeiung tritt ein

Gefeierter Mann: Tim Handwerker (Nr. 29) schoss Nürnberg zum Sieg.

Gefeierter Mann: Tim Handwerker (Nr. 29) schoss Nürnberg zum Sieg. IMAGO/Eibner

Nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte mit einem Tor für jedes Team flachte die Begegnung am Samstagabend in Nürnberg nach der Pause ab. Es war ein typisches Unentschieden-Spiel - doch dann kam Handwerker. Der Außenverteidiger zog mit seinem schwächeren rechten Fuß aus der Distanz ab, HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes sah nicht gut aus - und schon war der 2:1-Heimsieg der Franken perfekt.

Und irgendwie hatte Handwerker dieses Tor vorausgesehen. "Ich habe heute beim Mittagessen aus Spaß zu Taylan Duman gesagt: Ich glaube, ich mache heute einen mit rechts. Ich habe einfach mal auf den zweiten Pfosten gezielt. Zum Glück ist es gutgegangen", so der Siegtorschütze bei "Sky". Aus Spaß wurde also ernst, und der Club fuhr drei wichtige Punkte ein, um sich im Aufstiegsrennen richtig zurückzumelden.

"Heute war es mal an der Zeit, das hat man unter der Woche gespürt, und das hat man auch im Spiel gespürt. Auch wenn das Tor kurz vor Schluss und etwas glücklich fällt. Ich glaube, wir haben uns das die letzten Wochen auch verdient", freute sich FCN-Coach Robert Klauß über den ersten Sieg gegen ein Team der aktuellen Top fünf (Darmstadt, St. Pauli, Bremen, HSV, Schalke) der Liga. "Das ist ein besonderer Abend, mit einer der schönsten in dieser Saison, weil man einen Gegner mit so einer großen Qualität hatte. Nächste Woche wollen wir das Gesicht wieder zeigen", forderte Keeper Christian Mathenia.

Klauß: "Wir lassen Euphorie zu"

Nürnberg hat mit dem Sieg den HSV überholt und wird den Spieltag auf dem vierten Platz abschließen. Der Rückstand auf die ersten beiden Teams Darmstadt und St. Pauli beträgt fünf Punkte, der auf den Dritten Bremen drei Zähler. Allerdings hat Werder am Sonntag noch ein Heimspiel gegen Dresden. Der Aufstieg ist spätestens jetzt wieder ein Thema im Frankenland. "Wir lassen Euphorie zu, aber die müssen wir selbst entwickeln. Wir dürfen uns das nicht vom Umfeld aufdrücken lassen, das macht wenig Sinn", machte Klauß klar. "Wir stehen vor dem HSV und Schalke, das ist eine gute Ausgangsposition, trotzdem ist noch nichts erreicht. Wir haben jetzt viele Spiele gegen Mannschaften von oben vor der Brust."

Zunächst kommen für den Club nun die Partien in Hannover und gegen Dresden. Dann stehen die Duelle mit Heidenheim, Darmstadt und Bremen an, ehe Ende April St. Pauli wartet.

mst