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Aus für die Rangers: Neuanfang in Liga vier?

Premier League lehnt Wiederaufnahme ab

Aus für die Rangers: Neuanfang in Liga vier?

Neil Doncaster, Chef der schottischen Premier League, gibt die Entscheidung gegen die Rangers bekannt.

Neil Doncaster, Chef der schottischen Premier League, gibt die Entscheidung gegen die Rangers bekannt. picture alliance

Der Traditionsverein war mit insgesamt 167 Millionen Euro verschuldet, im Februar insolvent geworden und im Juni durch ein Konsortium um den Engländer Charles Green übernommen worden. Dieses Konsortium hatte die Betreibergesellschaft dann aufgelöst, neu gegründet und für den Start in der Premier League angemeldet. "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass unser Antrag auf Wiederaufnahme in die Liga mit überwältigender Mehrheit von den Klubs abgelehnt wurde", sagte Green in einer ersten Stellungnahme.

Noch ist unklar, wo die Rangers in der neuen Saison antreten werden. Sogar ein Absturz in die vierte Liga ist denkbar. Green erklärte, nun werde ein Antrag für die Aufnahme in die zweitklassige First Division abgegeben. Zuständig für die 2. bis 4. Liga ist die Scottish Football League (SFL). Wirtschaftlich gesehen dürfte eine Einstufung in die First Division naheliegend sein, denn dies ermöglicht dem Klub den sofortigen Wiederaufstieg.

Medienberichten zufolge seien die TV-Sender allenfalls eine Saison bereit, eine Liga ohne das "Old-Firm-Derby" gegen Celtic zu akzeptieren. Die Rangers und die Celtics haben seit dem Titelgewinn des FC Aberdeen 1985 jedes Jahr den Meister unter sich ausgemacht. Andererseits fordern mehrere unterklassige Klubs, dass die Rangers nicht anders behandelt werden dürften als Livingston, das 2006 ebenfalls ganz unten anfangen musste.

Der Zweitliga-Zweite FC Dundee wird nun wohl den frei gewordenen Platz der Rangers in der Premier League einnehmen.