Bundesliga

Augsburger Preis-Kampf gegen die Entfremdung

Künftig 12.500 Zuschauer im Stadion erlaubt - Geschäftsführer Ströll regt weitere Diskussion an

Augsburger Preis-Kampf gegen die Entfremdung

FCA-Geschäftsführer Michael Ströll

FCA-Geschäftsführer Michael Ströll imago images/Krieger

Nachdem Anfang der Woche durch das Ansteigen der Inzidenz in Bayern die Sorge aufkam, dass der FCA in den nächsten Heimspielen wieder vor einer Mini-Kulisse von lediglich 1500 Zuschauern antreten müsste, folgte zwei Tage später das große Aufatmen. Nach Abstimmung mit der Stadt Augsburg ist der Inzidenzwert ab 23. August nicht mehr ausschlaggebend für die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen des Bundesligisten. Dadurch darf für die nächsten Heimspiele mit einer Auslastung von bis zu 50 Prozent der Sitzplatzkapazität geplant werden, genauer mit 12.500.

"Wir haben bereits in den vergangenen Wochen dafür plädiert, dass der Inzidenzwert nicht alleine als Bewertungsgrundlage herangezogen werden soll. Daher freuen wir uns, dass die Inzidenz nicht mehr das entscheidende Kriterium ist", erklärt Michael Ströll, der allerdings zeitnah über das weiterhin bestehende Stehplatz- und Alkoholverbot sprechen möchte. "Wir müssen in den kommenden Wochen auch darüber diskutieren, da dies zur Fußballkultur dazugehört."

In Zeiten, in denen die Bundesligisten um jeden Anhänger kämpfen, gehen die Verantwortlichen bei den bayrischen Schwaben sogar noch weiter. "Trotz der finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie haben wir uns entschieden, die Ticketpreise vorerst weiter einheitlich und durchgängig unter 20 Euro zu halten", sagt Ströll mit Hinweis auf die Preise von 19,07 Euro für einen Sitzplatz in allen Tribünenbereichen für Erwachsene und 9,07 Euro für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren. "Wir dürfen es uns im Profifußball nicht erlauben, dass die Entfremdung zwischen Fans und Vereinen weiter zunimmt. Deswegen wollen wir dem entgegenwirken und setzen mit diesen Preisen ein klares Zeichen, dass selbst in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten die Fans und deren Bindung an die Vereine unser höchstes Gut sein muss."

George Moissidis

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