Bundesliga

1:1 gegen Leverkusen: Augsburg zwischen Frust und Fortschritt

Nach dem 1:1 gegen Leverkusen bleibt die Lage angespannt

Augsburg zwischen Frust und "deutlichem Fortschritt"

Die Augsburger sind nach dem 1:1 gegen Leverkusen enttäuscht.

Die Augsburger sind nach dem 1:1 gegen Leverkusen enttäuscht. picture-alliance

Rafal Gikiewicz blieb minutenlang auf dem Rücken liegen, Jeffrey Gouweleeuw lief mit leerem Blick über den Platz. Der Frust nach dem späten Ausgleich saß tief bei den Profis des FC Augsburg. "Der Punkt fühlt sich erst mal wie eine Niederlage an", sagte auch Trainer Heiko Herrlich. Nur Sekunden fehlten dem FCA zum ersehnten Befreiungsschlag, den Edmond Tapsoba mit seinem Tor in der vierten Minute der Nachspielzeit zunichtemachte.

Auch im 20. Bundesligaduell mit Bayer Leverkusen verpasste der FCA den ersten Sieg. Die Negativserie gegen die Werkself geht also weiter, die aktuelle Lage bleibt ebenso angespannt. Nach nur einem Sieg und einem Unentschieden aus den jüngsten acht Partien hat der FCA derzeit fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sechs Punkte auf einen direkten Abstiegsplatz. Das Polster, das nach dem 14. Spieltag noch neun Zähler auf Platz 16 bzw. 13 Zähler auf Platz 17 betragen hatte, ist in den vergangenen Wochen immer kleiner geworden.

Für mich ist entscheidend, wie die Mannschaft auftritt, wie sie sich dagegenstemmt. Das war über weite Strecken richtig gut.

Stefan Reuter

Nun warten zwei brisante Duelle mit den direkten Konkurrenten Mainz und Hertha. "Wir wissen, dass es eine gefährliche Situation ist und dass wir um jeden Ball fighten müssen, um unsere Ziele zu erreichen", sagt Manager Stefan Reuter. Der Auftritt gegen Leverkusen gibt ihm aber Grund zur Hoffnung auf eine Trendwende. "Für mich ist entscheidend, wie die Mannschaft auftritt, wie sie sich dagegenstemmt. Das war über weite Strecken richtig gut", meinte Reuter. "Wie wir verteidigt haben, wie wir uns gegenseitig geholfen haben, das war ein deutlicher Fortschritt."

In der Tat zeigte der FCA nach der frühen Führung durch Florian Niederlechner, der einen schweren Patzer von Bayer-Keeper Niklas Lomb nutzte, eine konzentrierte und konsequente Defensivleistung und ließ kaum Chancen zu. "Wir haben es sehr gut gemacht, weil wir sehr kompakt standen und den Außenbahnspielern von Leverkusen die Stärke genommen haben", sagte Herrlich, der die Mentalität und das Miteinander in seiner Mannschaft lobte.

"Wir können viel Positives mitnehmen. Wenn wir so auftreten, bin ich fest davon überzeugt, dass wir die nötigen Punkte holen werden", betont Herrlich. In zwei Punkten zeigte sich der FCA aber nachlässig: Die Konterchancen in der zweiten Halbzeit wurden nicht gut genug ausgespielt. Und ganz am Ende ließen die Augsburger die nötige Konzentration und Cleverness vermissen, um auch den letzten Leverkusener Angriff abzuwehren. Das wurde am Sonntag bitter bestraft.

David Bernreuther

Bilder zur Partie FC Augsburg - Bayer 04 Leverkusen