Regionalliga

Auftakt im Nordosten: Der Weg nach oben ist jetzt leichter

Aufstiegskandidaten gibt es einige

Auftakt im Nordosten: Der Weg nach oben ist jetzt leichter

Die Trainer von VSG Altglienicke, Energie Cottbus und Viktoria Berlin: Karsten Heine, Sebastian Abt und Benedetto Muzzicato.

Die Trainer von VSG Altglienicke, Energie Cottbus und Viktoria Berlin: Karsten Heine, Sebastian Abt und Benedetto Muzzicato. imago images (3)

Erst in der Saison 2015/16 passte sich der Nordosten den anderen vier Staffeln der Regionalliga an und erhöhte die Anzahl der Vereine von 16 auf 18. In der kommenden Saison hätten es gar 22 werden können, doch die lange Zeit gefährdeten 1. FC Magdeburg und FSV Zwickau konnten sich in der 3. Liga halten. Nun sind es immer noch 20 Klubs.

Neben Corona und seinen direkten Auswirkungen stellt diese Zahl die Klubs vor große Herausforderungen, der Neustart findet unter besonderen Vorzeichen statt. "Man wird den Kader angesichts der vielen Spiele größer fassen müssen", stellt nicht nur Archibald Horlitz, Präsident des SV Babelsberg, fest. Gerade bei den Partien unter der Woche sind Vereine mit reinen Amateuren im Nachteil. So wie der Bischofswerdaer FV, den die Corona-Krise mit dem anschließenden Abbruch der Saison vor dem sicheren Sturz in die Oberliga bewahrte. "Es wäre schwer bis unmöglich geworden, den Abstieg zu verhindern. Aber dieses Jahr wird es auch nicht einfacher", sagte Trainer Erik Schmidt.

Die drei großen Titelkandidaten

Für den Meistertitel dagegen kommt neben den beiden Absteigern aus der 3. Liga, Chemnitzer FC und Carl Zeiss Jena, auch die VSG Altglienicke infrage. "Beim Abbruch der Liga standen wir an der Tabellenspitze, sollen wir jetzt als Ziel ausgeben, Fünfter werden zu wollen?", fragt VSG-Berater Lothar Hamann. Das Team von Trainer Karsten Heine, das wegen des schlechteren Quotienten nicht an den Aufstiegsspielen teilnehmen konnte, will es wissen. Zumal für den kommenden Titelträger die hohe Hürde der Aufstiegsspiele flachfällt, da der Meister des Nordostens 2020/21 direkt aufsteigt.

Lok Leipzig musste dagegen in die Aufstiegsspiele und scheiterte nach zwei an Dramatik kaum zu überbietenden Partien aufgrund der Auswärtstorregelung am Westvertreter SC Verl (2:2 und 1:1). Nach den Abgängen zahlreicher Leistungsträger nimmt bei Lok keiner das Wort Titel in den Mund.

Die Ambitionierten

Bei Energie Cottbus dagegen ist man deutlich geworden. "Wir wollen bis 2022 die Voraussetzungen schaffen, dass wir dauerhaft im Profifußball spielen können. Das heißt 3. Liga und im Idealfall auch höher", verkündete der Präsident des ehemaligen Bundesligisten, Matthias Auth.

Viktoria Berlin ist nicht nur auf dem Transfermarkt in die Offensive gegangen. "Wir wollen keine gute, sondern eine sensationelle Saison spielen", so Trainer Benedetto Muzzicato. Die Aussage lässt kaum Interpretationsspielraum zu, wohin der Weg führen soll.

Dieser Artikel erschien zuerst im Special zum Saisonstart der Regionalliga Nordost in der aktuellen Donnerstagausgabe des kicker (auch im eMagazine).

Martin Eisen

Regionalliga – Vorschau

Angriff auf Liga 3 - Die VSG Altglienicke vor der Saison 20/21

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