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Rot-Weiß Erfurt feiert den Regionalliga-Aufstieg

Oberliga NOFV-Süd - 28. Spieltag

Aufstiegsparty im Steigerwaldstadion: Rot-Weiß Erfurt bucht das Regionalliga-Ticket

Torgefahr pur: Der FC Rot-Weiß Erfurt (hier ein Archiv-Foto) hat auch gegen Wernigerode fünfmal eingenetzt.

Torgefahr pur: Der FC Rot-Weiß Erfurt (hier ein Archiv-Foto) hat auch gegen Wernigerode fünfmal eingenetzt. IMAGO/Bild13

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Was sich schon seit längerem abgezeichnet hat, ist jetzt auch rechnerisch in trockenen Tüchern: Der FC Rot-Weiß Erfurt steigt in die Regionalliga auf. Die Thüringer schlugen am Sonntag den FC Einheit Wernigerode mit 5:1 und profitieren davon, dass der VFC Plauen tags zuvor beim FC An der Fahner Höhe mit 2:3 unterlag.

4193 Fans hatten den Plauener Ausrutscher registriert und richtig Lust auf Aufstieg. Traf auch auf die Mannschaft zu, schon in der ersten Minute sauste ein Volley von Mergel knapp am Tor vorbei. In der 23. Minute bebte das Steigerwaldstadion zum ersten Mal an diesem Tag: Ballo setzte Tavares in Szene und der versenkte die Kugel im Netz. Kurz vor der Pause platzierte Tavares einen Freistoß im Winkel.

Brandgefährlichere Erfurter fuhren Angriff um Angriff, mit Tavares als effektivem Endverwerter. In der 63. Minute schlenzte er den Ball zum 3:0 ins Wernigerode-Gehäuse. Die Stimmung war jetzt natürlich endgültig dem Höhepunkt nahe, denn hier konnte einfach nichts mehr schiefgehen aus Sicht der Thüringer Landeshauptstädter. Das 4:0 erzielte zur Abwechslung Bär, dem der Ball im Strafraum mehr oder weniger vor die Füße fiel. Einen kleinen vernachlässigbaren Schönheitsfleck auf die Erfurter Aufstiegsweste kleckerte Kirchner in der 82. Minute, der einen Konter zum 1:4 abschloss. Doch schon kurz darauf traf Nsimba zum 5:1-Endstand. Die Fans strömten nach Abpfiff auf dem Rasen, schon im Vorfeld hatte RWE zu einer Feier hinter der Südkurve aufgerufen, die Sonntagnachmittag startete.

VFC Plauen auf Formsuche

Während Erfurt im Saisonendspurt nochmal einen Gang höherschalten konnte, glichen die Darbietungen des VFC Plauen in diesem Zeitraum eher einer gemächlichen Spazierfahrt mit überschaubarer Geschwindigkeit. Fünf Unentschieden ließen die Vogtländer am Samstag beim FC An der Fahner Höhe eine Niederlage folgen. Der Start schien aber vielversprechend, Nyber köpfte in der 8. Minute an die Latte. Doch schon in der 17. Minute ging der heimische FC in Führung, Möckel drückte eine Freistoßflanke am langen Pfosten über die Linie. Zehn Zeigerumdrehungen später antwortete Popowicz aus kurzer Distanz - 1:1.

Es kam vor der Pause sogar noch besser für Plauen, Nyber überköpfte Torhüter Bärwalde, der sich beim Herauslaufen total verschätzt hatte (37.). Symptomatisch für die derzeitige Phase der Gäste, dass einem Erfolgserlebnis relativ schnell ein Nackenschlag folgte. So auch in der 54. Minute, da erreichte ein Schnittstellenpass Ferreira Lopes, der zum 2:2 einschoss. Bei einem Schindler-Kopfball verhinderte in der 70. Minute noch die Latte den Rückstand, aber kurz darauf jagte Machts einen Freistoß mit Schmackes in die Maschen (75.). Davon erholte sich der VFC nicht mehr.

FC Grimma mit kleinem Puffer

Im Keller hat der FC Grimma am Sonntag zumindest einen Punkt vom VfL Halle 96 mitgenommen und steht damit drei Zähler über dem Strich.

Recht viel Druck von hinten musste der FCG vom Samstagnachmittag ausgehend nicht aushalten. Der FC International Leipzig kassierte auf eigenem Platz ein 0:4 gegen den FSV Budissa Bautzen. Drückend überlegene Gäste trafen nach knapp einer halben Stunde erstmals, und zwar Hagemann aus rund 16 Metern. Nach einem Konter erhöhte Hentsch in Minute 57. auf 2:0. Ähnlich fiel das 3:0, wieder Konter, wieder Hentsch (69.). Es dauerte nicht lange, da erzielte auch Hagemann seinen zweiten Treffer des Nachmittags.

Und auch der FSV Wacker 90 Nordhausen war an diesem Spieltag nicht stark genug. Am Freitag gastierte Wacker bei der SG Union Sandersdorf, und die konnte sich auf Pannier verlassen. In der 12. Minute verwandelte er einen direkten Freistoß, mit einem laut Nordhausen "Elfmeter zur Unzeit" brachte er kurz nach Beginn der zweiten Hälfte das 2:0 auf die Anzeigetafel. Fritzsch sattelte in der 83. Minute das 3:0 drauf.

Dass der SV 09 Arnstadt drinbleibt, das ist eher unwahrscheinlich. Doch immerhin gibt sich der Aufsteiger nicht geschlagen. Nach elf sieglosen Spielen besiegte der SVA im Thüringen-Duell den FC Carl Zeiss Jena II mit 4:1. Zur Halbzeit führte Jena II durch Nieswandt (18.), aber im zweiten Spielabschnitt kippte die Partie. Seiml (50.), Pusch (52.), Hammoud (81.) und Hädrich (87.) bescherten Arnstadt ein lange nicht mehr erlebtes Glücksgefühl.

Torreiche Siege ist der VfB Krieschow schon eher gewohnt, beim FC Oberlausitz Neugersdorf fehlte zwar Ex-Profi Rangelov, doch dann sprangen beim 5:0 eben seine Kollegen in die Bresche, so zum Beispiel Dahm mit zwei Treffern. Und auch Routinier Hebler steuerte etwas bei, das zwischenzeitliche 3:0 war sein 15. Saisontreffer.

stw

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