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Sportklettern, Garnbret dankt für "die härteste Weltcup-Route"

Lead: Slowenin siegt bei Weltcup-Rückkehr in Innsbruck

Aufgefrischte Garnbret dankt für "die härteste Weltcup-Route"

Frisch im Kopf, siegreich an der Innsbrucker Lead-Wand: Janja Garnbret.

Frisch im Kopf, siegreich an der Innsbrucker Lead-Wand: Janja Garnbret. picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com

Schon im Winter hatten Janja Garnbret und ihr Trainerteam im Stillen entschieden, dass nach dem erfolgreichen, aber mental sehr stressigen Olympiajahr der Weltcup-Kalender der Ausnahmesportlerin überarbeitet werden sollte. Herauskam für 2022 ein neuer Fokus auf die Lead-Wettbewerbe.

Als im April die Saison mit dem Boulder-Weltcup im Schweizerischen Meiringen losging, startete die Slowenin dennoch - und gewann. Danach machte sie die Winterentscheidung öffentlich und verschwand aus dem Zirkus für sechs Wochen.

Auch ohne Praxis weiter in einer eigenen Liga

Am Samstag kehrte sie in der Lead-Qualifikation zurück, toppte zum Auftakt die beiden Routen. Am Samstagabend im Halbfinale holte sie erneut ein Top und drückte damit die DAV-Athletin Hannah Meul aus dem Feld der Finalistinnen. Und am Sonntagabend gewann die 23-Jährige ein kurioses Finale, das einmal mehr deutlich machte, dass Garnbret auch ohne Wettkampf-Praxis weiter in einer eigenen Liga unterwegs ist.

Nervosität? Garnbret will nicht lügen

"Ich müsste lügen, wenn ich sage, ich wäre nicht nervös gewesen", sagte die Slowenin gegenüber Eurosport. Dennoch sei es eine gute Entscheidung gewesen, die fünf weiteren Boulder-Weltcups auszulassen, "denn dadurch bin ich mit einem frischen Kopf zurückgekommen". Für Lead-Gold in Innsbruck benötigte es neben einem frischen Kopf, aber auch einen extrem frischen Körper, denn von den acht Finalistinnen fielen alle außer Garnbret überraschend früh aus der Wand.

"Das war die härteste Route, die ich je im Weltcup geklettert bin."

Janja Garnbret

"Das hat richtig Spaß gemacht und ich muss den Routesettern wirklich danken für dieses Finale, denn gerade nach dem zu leichten Halbfinale gestern war das hier die härteste Route, die ich je in einem Weltcup geklettert bin. Und genau so etwas liebe ich", sagte Garnbret und grinste über das gesamte Gesicht.

Die anderen sieben Finalistinnen dürften in Sachen Routesetting durchaus andere Gedanken gehabt haben.

bst