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"Auf Protokolle und Isolierung gepfiffen": Kritik an "Fußballkönig" CR7

Portugals Trainer Santos ist ratlos

"Auf Protokolle und Isolierung gepfiffen": Kritik an "Fußballkönig" CR7

In Quarantäne: Cristiano Ronaldo muss derzeit passen.

In Quarantäne: Cristiano Ronaldo muss derzeit passen. imago images

Ronaldo gehört offenbar zu den Glücklichen, bei denen die Erkrankung asymptomatisch verläuft. "Ihm geht es gut. Ich habe mit ihm gesprochen, er hat die Sonne genossen", berichtete Juve-Teamkollege Giorgio Chiellini.

Bleibt die Frage: Wo und bei wem hat sich Ronaldo angesteckt? Womöglich noch in Turin?

Der Verdacht liegt nahe, schließlich waren vergangene Woche zwei Juventus-Teambetreuer positiv getestet worden. "La Repubblica" schrieb deswegen über CR7, er sei der "Fußballkönig, der auf Protokolle und Isolierung gepfiffen hat", weil er die angeordnete Quarantäne verlassen hatte und zur Nationalmannschaft gereist war.

Für eine Infizierung vor Eintreffen beim Nationalteam spricht auch die Aussage von Fernando Santos, denn der Trainer der Portugiesen ist halbwegs ratlos: "Seit Montag sind wir hier völlig eingesperrt. Die Mitarbeiter und Spieler sind reingekommen und sonst niemand", sagte er. Die übrigen Nationalspieler waren alle negativ getestet worden.

In der Serie A grassiert das Virus

In der Serie A macht sich das Virus generell breit. Medienberichten zufolge sind derzeit 30 Profis infiziert, neun Klubs betroffen. Beim CFC Genua sind gleich 14 Spieler und fünf Betreuer in Heim-Quarantäne. Am kommenden Montag sollen die Ligurier bei Hellas Verona antreten. Die Partie steht genauso auf der Kippe wie das Stadtderby zwischen Inter und AC Mailand zwei Tage zuvor. Acht Profis beider Vereine sind derzeit positiv auf das Virus getestet worden. Juventus Turin soll, ebenfalls am Samstag, beim FC Crotone auflaufen.

Selbst wenn das Spiel stattfindet: Cristiano Ronaldo wird definitiv nicht dabei sein. Ronaldo muss mindestens für zehn Tage in Quarantäne, somit fehlt er auch beim Champions-League-Auftakt von Juventus bei Dynamo Kiew am kommenden Dienstag.

Am 28. Oktober steigt dann das Spitzenspiel der Gruppe G gegen den FC Barcelona. Laut UEFA-Vorgaben benötigt Ronaldo für die Teilnahme sieben Tage vor Anpfiff ein negatives Testergebnis.

Inzwischen hat Ronaldo das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft offenbar verlassen und kehrt nach Turin zurück. Der Stürmer von Juventus habe das grüne Licht der lokalen Gesundheitsbehörden erhalten, die Quarantäne in seiner Villa in Turin zu verbringen, berichteten italienische Medien.

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