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Tennis: Swiatek trifft im French-Open-Finale auf Paolini

Gauff und Andreeva in beiden Halbfinals ohne Chance

Auf dem Weg zum French-Open-Hattrick: Swiatek trifft im Finale auf Paolini

Schon wieder im French-Open-Finale: Iga Swiatek.

Schon wieder im French-Open-Finale: Iga Swiatek. IMAGO/ZUMA Press Wire

Iga Swiatek hat ihren Siegeszug bei den French Open fortgesetzt und zum vierten Mal seit 2020 das Finale beim Grand-Slam-Turnier auf Sand erreicht. Die 23-Jährige gewann ihr Halbfinalmatch am Donnerstag in 1:37 Stunden gegen Coco Gauff aus den USA mit 6:2, 6:4.

Im Finale am Samstag (15 Uhr) gegen die Italienerin Jasmine Paolini, die über die erst 17 Jahre alte Russin Mirra Andreeva hinwegstürmte, könnte die Polin nun ihren dritten Titel in Serie in Roland Garros feiern - das haben bislang nur Monica Seles (1990 bis 1992) und Justine Henin (2005 bis 2007) geschafft.

Gauff mit 39 Unforced Errors

Bereits im ersten Spiel nahm Swiatek ihrer Gegnerin den Aufschlag ab und blieb beim eigenen Service nahezu fehlerlos. Gauff startete dagegen nervös und sammelte im ersten Satz ganze 16 Unforced Errors (über das gesamte Match waren es 39) - Swiatek musste kaum selbst aktiv werden, sondern konnte auf Fehler ihres Gegenübers warten. Nach einem weiteren Break sicherte sich die 23-Jährige nach nur 37 Minuten den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang kam Gauff dann besser rein, gestaltete die Rallys enger und sicherte sich nach einem Streit mit der Schiedsrichterin mit Wut im Bauch das erste und einzige Break zur 3:1-Führung. Doch Swiatek schlug eiskalt zurück und gewann die folgenden vier Spiele. Mit einer starken Willensleistung konnte Gauff die ersten beiden Matchbälle der Polin noch abwehren und ihr letztes Aufschlagsspiel noch zu ihren Gunsten drehen, gegen den Serve der Weltranglistenersten war die 20-Jährige dann aber chancenlos. Ihre vierten Matchball nutzte Swiatek zum Finaleinzug, es war zugleich ihr 20. Sieg in Serie bei den French Open.

Gauff bleibt nach der Halbfinal-Niederlage indes noch eine weitere Titelchance in Roland Garros. Im Damen-Doppel steht die US-Open-Gewinnerin mit der Tschechin Katerina Siniakova im Halbfinale gegen ihre Landsfrauen Caroline Dolehide und Desirae Krawczyk.

Größter Erfolg für Paolini im Duell der Überraschungen

Das zweite Halbfinale war dagegen ein Duell der Überraschungen: Paolini hatte im Viertelfinale die ehemalige Wimbledon-Siegerin Elena Rybakina besiegt, Andreeva setzte sich in drei Sätzen gegen die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka durch.

Doch das Match war dann eine klare Sache: Die Italienerin zeigte der unerfahrenen Russin ihre Grenzen auf, hatte das Spiel in jedem Moment unter Kontrolle und zog souverän mit 6:3, 6:1 ins Finale ein. Für die 28-Jährige ist es das erste Grand-Slam-Finale ihrer Karriere, bislang war das Achtelfinale bei den Australian Open in diesem Frühjahr ihr bestes Ergebnis gewesen.

Am Samstag hat Paolini nun die Chance, als erst zweite Italienerin nach Francesca Schiavone im Jahr 2010 in Paris zu triumphieren - Favoritin ist aber ganz klar die Sandplatz-Dominatorin Swiatek.

vfa, DPA