Regionalliga

Auerbachs Schmidt: "Gekommen, um die Nummer eins zu sein"

Neu-Keeper will vor allem im Pokal "für Furore sorgen"

Auerbachs Schmidt: "Gekommen, um die Nummer eins zu sein"

Ein "sachlicher Typ": Keeper Stefan Schmidt will beim VfB Auerbach die neue Nummer eins werden.

Ein "sachlicher Typ": Keeper Stefan Schmidt will beim VfB Auerbach die neue Nummer eins werden. imago

50 Punkte und Platz neun waren es in der abgelaufenen Runde für die Vogtländer, die nun bereits in ihre fünfte Regionalliga-Spielzeit gehen. Dass Trainer Michael Hiemisch dabei den Abgang seines Stammkeepers Ebersbach zu verkraften hat, macht die Aufgaben der kommenden Saison nicht unbedingt leichter. Der Verein hat jedoch mit der Verpflichtung von Schmidt bereits auf den Verlust seines bisherigen Rückhalts reagiert.

Neuzugang Jendrusch noch verhindert

Eigentlich sollte im Austausch mit Ebersbach zunächst der 20-jährige Nachwuchstorhüter Robert Jendrusch aus Aue zum VfB wechseln und damit eine Art Signalwirkung für eine noch engere Kooperation zwischen beiden Vereinen ausgehen lassen. Beim Zweitliga-Aufsteiger aus dem Erzgebirge muss jedoch erst noch eine Lösung gefunden werden, wie die geforderte Anzahl an regionalen Spielern zusammenzubekommen ist, bevor man Jendrusch nach Auerbach ziehen lassen kann.

Spielersteckbrief St. Schmidt
St. Schmidt

Schmidt Stefan

Spielersteckbrief Ebersbach
Ebersbach

Ebersbach Maik

Spielersteckbrief Jendrusch
Jendrusch

Jendrusch Robert

Trainersteckbrief Hiemisch
Hiemisch

Hiemisch Michael

Erzgebirge Aue - Vereinsdaten
Erzgebirge Aue

Gründungsdatum

04.03.1946

Vereinsfarben

Lila-Weiß

VfB Auerbach - Vereinsdaten
VfB Auerbach

Gründungsdatum

17.05.1906

Vereinsfarben

Gelb-Schwarz

So haben die Auerbacher mit Stefan Schmidt erst einmal einen erfahreneren Akteur für die Torwartposition verpflichtet: Immerhin acht Drittliga-Spiele sowie 16 Regionalliga-Partien hat der 27-Jährige bereits für seinen Ausbildungsverein Chemnitzer FC sowie den Ligakonkurrenten FC Carl Zeiss Jena absolviert. Zuletzt war der neue Schlussmann nur noch sechstklassig für den VfB Empor Glauchau in der Sachsenliga aktiv, was jedoch vor allem beruflichen Umständen geschuldet war.

Seine Ansprüche macht der Neuzugang im Interview auf der Vereinswebsite gleich deutlich: "Ich bin nach Auerbach gekommen, um eindeutig die Nummer eins zu sein", äußert sich Schmidt relativ unmissverständlich. Angesprochen auf etwaige Saisonziele gibt er sich jedoch nicht ganz so forsch: "Der Klassenerhalt ist Pflicht. Angesichts der vergangenen Saison sollte jedoch etwas mehr drin sein", wünscht sich der gebürtige Flöhaer.

Hoffnungen setzt er dabei unter anderem auf den Landespokal. Dort würde Schmidt gerne "für Furore sorgen" und verweist auf die abgelaufene Runde des Sachsenpokals, als sich die Auerbacher im Viertelfinale gegen Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden nach starker Leistung erst in der Verlängerung mit 0:1 geschlagen geben mussten: "In der Mannschaft steckt noch dieses positive Gefühl vom Erlebnis Pokal."

Auerbach verliert an Erfahrung

Ob das gelingen kann, wird wohl maßgeblich davon abhängen, wie die Auerbacher den Verlust einiger erfahrener Kräfte auffangen können, denn neben dem 26-jährigen Ebersbach haben auch Marcel Schuch (31), Steffen Vogel (33), Marcel Dressel (28) und Björn Lambach (24) den VfB verlassen. Einziger externer Neuzugang neben Schmidt ist bislang Angreifer Görkem Üre (19), der vom FC Energie Cottbus II kommt. Zudem ziehen die Vogtländer Mittelfeldspieler Axel Kühn (18) aus der eigenen A-Jugend ins Regionalliga-Team.

Die Eingewöhnung in dieses neuformierte Team ist für Neu-Keeper Schmidt, der sich selbst als "sachlichen Typen" beschreibt und beim CFC die gleiche fußballerische Ausbildung wie sein Vorgänger Ebersbach durchlaufen hat, kein Problem. Als Mitglied der "Chemnitzer Fraktion" im Team kenne er bereits etliche Spieler, mit denen gemeinsam er auch zum Training und zu den Spielen fahre.

Umso mehr freut sich Schmidt nun auf das Trainingslager im tschechischen Marienbad, zu dem das Team am Donnerstag anreiste: "Hier kann ich einerseits die Mannschaft noch besser kennenlernen, und andererseits wird es richtig zur Sache gehen", ist sich der Auerbacher Neuling sicher, denn: "In der Regionalliga können wir uns keine halben Sachen erlauben!"

kon