2. Bundesliga

Aue kann aufatmen

Finanzierung bis Saisonende gesichert

Aue kann aufatmen

Die Finanzierung ist gesichert: Bei Erzgebirge Aue darf weiter gejubelt werden.

Die Finanzierung ist gesichert: Bei Erzgebirge Aue darf weiter gejubelt werden. picture alliance

"Wir haben dank des Engagements einiger Mitglieder des Aufsichtsrates die nötigen Gelder beschafft", sagte der 2. Vorsitzende Jens Stopp gegenüber dem Sport-Informations-Dienst (SID). Zu den Gönnern soll auch die Sparkasse der Region gehören. Genauere Angaben zu den Zuwendungen machte der Verein aber nicht.

Zuvor gab es Bedenken, dass der sportliche Erfolg - Erzgebirge Aue steht nach 15. Spieltagen an der Spitze der Zweiten Liga - den Verein finanziell überfordern könnte. Ursprünglich hatte die sportliche Führung um Trainer Rico Schmitt für die gesamte Spielzeit mit 40 Punkten kalkuliert, doch noch vor Ende der Hinrunde stehen schon 31 Zähler auf der Habenseite. Bei einer Kalkulation von 60 Punkten zum Ende der Saison hätte der Verein rund 500.000 Euro zusätzlich an Prämien zu zahlen.

In einer kurzfristig einberufenen Sitzung des Aufsichtsrates am Dienstagabend wurde die Finanzierung der laufenden Saison komplett abgedeckt. "Darin enthalten sind auch die Darlehen und Bürgschaften für die Erfüllung der Lizenzauflagen der DFL", hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Erzgebirge Aue ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Der Etat der Auer liegt nur bei rund vier Millionen Euro und gehört damit zu den geringsten im Unterhaus. Zudem drücken den Klub rund 1,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten.

"Die Finanzierung ist gerettet. Jetzt geht es mit Volldampf nach Berlin", sagte Stopp vor dem Spitzenspiel am Sonntag bei Hertha BSC Berlin. Rund 10.000 Fans wollen den Klub aus dem Erzgebirge in die Hauptstadt begleiten.