DFB-Pokal

Auch VfB löst Halbfinal-Ticket

Überblick: Frankfurt gewinnt Hessen-Derby

Auch VfB löst Halbfinal-Ticket

VfB-Stürmer Cacau jubelt, Andreas Schmidt ist enttäuscht.

Brachte den VfB auf die Siegerstraße: VfB-Stürmer Cacau jubelt, Andreas Schmidt ist enttäuscht. dpa

Die jungen Himmelsstürmer der Schwaben um Torjäger Mario Gomez sind weiter im Rennen um den DFB-Pokal. Für den VfB galt es am Mittwochabend, die Hertha aus Berlin aus dem Weg zu räumen. Schon am Freitagabend in der Liga kam es zu dem Duell, da erwies sich der Hauptstadtklub beim 0:0 noch als unüberwindbares Hindernis. Doch die Elf von Trainer Armin Veh konnte das Berliner Abwehrbollwerk auf Pokalebene knacken. Cacau traf für die feldüberlegenen Schwaben nach schöner Vorarbeit von Magnin per Kopf (38.). In Durchgang zwei lockerte Hertha die Abwehr, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch - den, und auch die Hoffnung der Berliner auf ein "finales Heimspiel", beendete Hitzlsperger mit einem trockenen Schuss ins rechte obere Eck (77.). Während die Hertha weiter auf den ersten Pokalsieg warten muss, kann sich Stuttgart den Pott zum vierten Mal nach 1954, '58 und '97 greifen.

Das brisanteste Viertelfinalspiel am Dienstagabend stieg am Bieberer Berg, wo sich vor ausverkauftem Haus Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt im Derby gegenüberstanden. "Das Team braucht ein Erfolgserlebnis. Dann kommt wieder eins nach dem anderen", hoffte Funkel im kicker-Interview auf einen Befreiungsschlag am Bieberer Berg. Und seine Mannschaft tat ihm den Gefallen. Im 146. Aufeinandertreffen mussten die Kickers früh eine kalte Dusche hinnehmen, als Fink die Gäste in der elften Minute in Führung brachte. In der Folge konnte der Zweitligist die Eintracht, die in der Bundesliga am Wochenende erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht war, nur selten in Gefahr bringen. Ein Doppelschlag von Takahara (61./72.) sorgte im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Der viermalige Titelträger (1974, 1975, 1981 und 1988) ist damit nur noch einen Sieg vom Finale in Berlin entfernt, in dem er im vergangenen Jahr gegen Bayern München mit 0:1 den Kürzeren gezogen hatte.

DFB-Pokal-Viertelfinale

Klimowicz und Marcelinho

Torschützen unter sich: Diego Klimowicz (li.) und Marcelinho stehen mit Wolfsburg im Halfinale. dpa

Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim VfL Wolfsburg in dieser Saison auseinander. Der DFB-Pokal bot die Möglichkeit, die mausgraue Realität der ambitionierten "Wölfe" ein wenig zu verbessern - und der VfL nutzte sie. Gegen eine schwache Aachener Alemannia, die im Achtelfinale noch Cupverteidiger Bayern München aus dem Rennen geworfen hatte, stellte die Augenthaler-Elf die Weichen mit Toren von Klimowicz (12.) und Marcelinho (25.) schon in der ersten Hälfte auf Sieg.

Im zweiten Durchgang steigerte sich der Pokalfinalist von 2004, der sich in der Bundesliga nach dem Fehlstart in die Rückrunde mit fünf Punkten aus drei Spielen zuletzt zurückmeldete, agierte in der Offensive jedoch zu harmlos. So brachte Wolfsburg, bei dem Wintereinkauf Marcelinho eine starke Vorstellung ablieferte, den Sieg problemlos über die Zeit und steht damit im Halbfinale.

Dorthin wollten auch die in der Liga derzeit äußerst erfolgreichen Teams aus Nürnberg und Hannover. Die Hecking-Elf kam mit der Empfehlung von 13 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen nach Franken. Der Club, der den Platz nach zwölf Spielen ohne Niederlage beim 1:2 in Mainz am vergangenen Samstag erstmals wieder als Verlierer verlassen musste, begann nervös, 96 hatte durch Fahrenhorst die erste große Chance der Partie. Auf der anderen Seite vergab Saenko vor der Pause zwei gute Möglichkeiten.

Pokalheld Daniel Klewer

Wurde im Elfmeterschießen erneut zum Helden: Der eingewechselte Club-Keeper Daniel Klewer. dpa

In der zweiten Hälfte lebte das Spiel weitgehend von der Spannung, die größte Gelegenheit für die Gastgeber vergab Vittek kurz nach Wiederanpfiff. Nach torlosen 90 Minuten ging es in die Verlängerung. Da auch dort kein Team den Ball im Netz unterbrachte, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Kurz vor dem Abpfiff hatte Club-Trainer Hans Meyer noch Torwart Daniel Klewer eingewechselt, der im Achtelfinale im Elfmeterschießen gegen Unterhaching mit vier gehalten Elfmetern zum Helden avanciert war. Und die Geschichte wiederholte sich: Während die Gastgeber viermal trafen, parierte Klewer die Elfmeter von Schröter und Stajner und bescherte dem Club den umjubelten Einzug ins Halbfinale.