Bundesliga

Wolfsburg will bei Turbine Potsdam die Tabellenführung

Nachholspiel zum Jahresauftakt

Auch ohne Popp top? Wolfsburg will in Potsdam die Tabellenführung

Im Hinspiel hatten die Wölfinnen mit Joelle Wedemeyer (rechts) gegen Dina Orschmann und ihren FFC Turbine das bessere Ende für sich. 

Im Hinspiel hatten die Wölfinnen mit Joelle Wedemeyer (rechts) gegen Dina Orschmann und ihren FFC Turbine das bessere Ende für sich.  picture alliance / ZUMAPRESS.com

Eine gute und eine schlechte Nachricht gab es aus Wolfsburger Sicht schon vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres. Die gute Nachricht: Abwehrchefin Dominique Janssen bleibt dem VfL treu. Die niederländische Europa- und Vizeweltmeisterin hat ihren Vertrag bis 2024 verlängert. "Ein großartiges Signal", freute sich Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der Wolfsburgerinnen am Mittwoch.

VfL auch im Wiederholungsspiel ohne Popp

Einen Tag später kam dann jedoch die Hiobsbotschaft aus der Autostadt, dass Alexandra Popp wegen einer weiteren Knie-OP für vier bis sechs Wochen ausfällt. Die Nationalspielerin hatte erst am vergangenen Samstag nach zehnmonatiger Pause im Test gegen Eintracht Frankfurt ihr Comeback gefeiert, nach dem Spiel aber erneut über Knieprobleme geklagt. Am heutigen Donnerstag wurde Popp schon operiert. Der Plan war, dass die Kapitänin des VfL am Samstag in Potsdam wieder auf dem Platz stehen soll. Daraus wird nun nichts.

Eigentlich hätte die Partie der Turbinen gegen den VfL bereits am 19. Dezember ausgetragen werden sollen. Die Spielerinnen des VfL saßen schon fertig umgezogen in der Gästekabine des Karl-Liebknecht-Stadions, als sie die Nachricht erreichte, dass das Spiel abgesagt werden muss. Kurzfristige Schnelltests hatten mehrere positive Befunde bei Turbine-Spielerinnen ergeben. Der VfL trat unverrichteter Dinge die Heimreise an.

Wölfinnen haben Tabellenführung fest im Blick

Für den Herbstmeister aus Wolfsburg bietet das Nachholspiel in Potsdam nun die Möglichkeit, sich eine Woche vor dem Start der anderen Bundesligateams wieder an die Spitze der Bundesliga zu setzen. "Unser Ziel ist es, dass wir wieder Tabellenführer werden", betont Kellermann. Aufgrund der Spielabsage im Dezember landete der Vizemeister zum Jahresabschluss nur auf Platz 3. Kellermann erwartet ein "Kampfspiel": "Darauf müssen wir uns einstellen. Turbine hat in dieser Saison eindrucksvoll bewiesen, dass sie an guten Tagen mit den Spitzenmannschaften auf Augenhöhe agieren können". Das Hinspiel am 28. August gewann der VfL allerdings deutlich mit 3:0. "Am Samstag wollen wir es besser machen", kündigt Turbine-Coach Sofian Chahed an.

Immerhin: Für die Turbinen war es die einzige Niederlage gegen ein Spitzenteam der Liga in dieser Saison: gegen Bayern München, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim spielten sie jeweils remis. "In der Spitze ist die Bundesliga ausgeglichener geworden", hat Chahed beobachtet. Und deshalb ist auch ein Blick in Richtung Champions League in Potsdam nicht verboten, obwohl der Coach betont, "dass es eigentlich kein Saisonziel gibt".

Turbine will den Anschluss halten

Den 3. Platz, der zur Qualifikation für die Champions-League berechtigt, belegt aktuell Wolfsburg. Im Falle eines Sieges könnte Turbine den Abstand auf zwei Zähler verkürzen. "Für uns ist es wichtig, mehr Punkte zu holen als im letzten Jahr", sagt Chahed. Und das könnte bedeuten, dass Turbine nach jahrelanger Abstinenz mal wieder international vertreten sein wird.

kon