Bundesliga

Auch ohne Kramaric: Hoeneß und Vogt fordern bessere Abschlüsse

Hoffenheimer Kapitän kehrt an prägenden Schauplatz zurück

Auch ohne Kramaric: Hoeneß und Vogt fordern bessere Abschlüsse

Plausch mit den ehemaligen Kollegen: TSG-Verteidiger Kevin Vogt (M.) in Bremen.

Plausch mit den ehemaligen Kollegen: TSG-Verteidiger Kevin Vogt (M.) in Bremen. imago images

"Von der Art und Weise, wie wir nach den ersten Minuten gespielt haben, konnten wir an Donnerstag anknüpfen. Die Jungs hatten ein Spiel in den Beinen und ich denke nicht, dass das sichtbar wurde, vor allem in der zweiten Halbzeit. Das war okay. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass wir aus der gefühlten Überlegenheit noch klarere Torchancen kreieren", meinte Sebastian Hoeneß nach der Partie bei "Sky". Nur das frühe Gegentor störte den Hoffenheim-Coach dabei ein wenig: "Da haben wir gegen den Ball ein bisschen gepennt, es ist natürlich nicht gut, so ins Spiel zu kommen."

Vogt: "Kramaric ist ein Unterschiedsspieler"

Insgesamt aber war Hoeneß mit der Leistung seines Teams zufrieden. "Wie wir uns dann nach ein paar Minuten organisiert haben, war gut und stabil. Wir haben eine kleine Umstellung vorgenommen, um die rote Zone vor unserer Abwehr ein wenig kompakter zu halten und zu verteidigen und dann habe ich nicht mehr viele Situation gesehen, in denen sich uns ausgespielt haben. Es war eher so, dass wir dann das Spiel gemacht haben. Was unser Positionsspiel angeht, muss ich sagen, dass das dann schon gut funktioniert hat, man hat gesehen, dass wir gut ins Angriffsdrittel gekommen sind." Einziges Manko war indes der Abschluss. "Da fehlt uns aktuell noch die Schussgenauigkeit und Klarheit, um klare Chancen aus der Überlegenheit zu kreieren."

Spielersteckbrief Vogt
Vogt

Vogt Kevin

Spielersteckbrief Kramaric
Kramaric

Kramaric Andrej

Trainersteckbrief Hoeneß
Hoeneß

Hoeneß Sebastian

Dass Fehlen von Ausnahmetorjäger Andrej Kramaric (nach Coronavirus-Infektion) machte es im Angriff der Kraichgauer zweifellos bemerkbar. "Wenn Andrej nicht dabei ist, fehlt etwas. Er ist ein Unterschiedsspieler und ein Mann für die kreativen und außergewöhnlichen Momente. Seine Präsenz im letzten Drittel ist auch für den Gegner unangenehm, er kann ein Spiel verändern. Aber nun habe ich ihn genug gelobt, wir wissen alle, wie gut er ist. Aber wir haben auch genug andere gute Jungs auf dem Platz, die es zuletzt ja auch gerichtet haben. Da gilt es jetzt für uns, im Kollektiv im letzten Drittel zwingender zu werden und dann müssen wir so einen Corona-Ausfall von Andrej auch kompensieren können", sagte Kevin Vogt.

Vogt und die Schönheit der Drucksituation

Für den Hoffenheimer Kapitän, der in der vergangenen Rückrunde noch an Werder ausgeliehen gewesen war, war es indes keine alltägliche Partie: "Es war definitiv eine besondere Rückkehr. Es war eine intensive und außergewöhnliche Zeit, in der man von einem Spiel mit viel Druck zu einem mit noch größerem Druck in der Woche darauf kam. Das war für mich auch prägend in meiner Persönlichkeit und hat mich, glaube ich, auch für den Rest meiner Fußballerkarriere weitergebracht."

Nicht zuletzt könne er seine privilegierte Lage bei einem Bundesligisten im internationalen Geschäft noch mehr schätzen, denn: "Mit solchen Drucksituation umzugehen hat auch etwas Schönes. Wenn man so etwas mitmacht und durchlebt, weiß man auch, wie schön es sein kann, wenn man auch in höheren Tabellenregionen spielen kann und darf - und das treibt einen zusätzlich noch an."

jom

Bilder zur Partie Werder Bremen - TSG Hoffenheim