NHL

Sedin-Zwillinge in die Hall of Fame gewählt

Auch Luongo und Alfredsson mit dabei

Auch ohne den ganze großen Wurf: Sedin-Zwillinge in die Hall of Fame gewählt

Sind nun Teil der Hockey Hall of Fame: Henrik Sedin und Daniel Sedin.

Sind nun Teil der Hockey Hall of Fame: Henrik Sedin und Daniel Sedin. imago sportfotodienst

23 Jahre nachdem sie im NHL-Draft 1999 an der ersten und zweiten Stelle von den Vancouver Canucks gedraftet worden waren, wurden die Zwillinge Henrik und Daniel Sedin nun auch gemeinsam in die Hockey Hall of Fame gewählt.

Damit wurden sie für die zahlreichen Erfolge in ihrer 18 Jahre langen Karriere geehrt. Diese hatte in der Saison 2000/01 direkt nach ihrem Draft begonnen, wobei sich die Schweden schnell zu wichtigen Stützen der Canucks entwickelten. Nachdem der Play-off-Erfolg in ihren Anfangsjahren ausgeblieben war, sollte der Karriere-Höhepunkt für die beiden Offensivakteure dann 2010 und 2011 kommen, als Henrik 2010 die Art Ross Trophäe für den Spieler, der die meisten Punkte in einer Saison erzielen konnte, sowie die Hart Memorial Trophäe für den wertvollsten Spieler der NHL gewinnen konnte. Ein Jahr später tat es Daniel ihm dann gleich und gewann ebenfalls die Art Ross Trophäe.

Die Saison 2011 sollte auch für Vancouver das sportlich erfolgreichste Jahr der Sedin-Ära werden. Nachdem sie die Regular Season mit 117 Punkten abgeschlossen hatten, zogen die Canucks bis in das Stanley-Cup-Finale ein, wo sie allerdings den Boston Bruins in sieben Spielen unterlagen. Somit wurde den Sedin-Zwillingen ein Meistertitel verwehrt, den Rang als bedeutendste Spieler des kanadischen Franchises haben sie dennoch inne: Während Henrik den Rekord der meisten Punkte und Assists in der Franchise-Geschichte Vancouvers hält, hat sein Bruder Daniel die meisten Tore aller Zeiten für das Team gemacht. Beide spielten in der NHL zudem für kein anderes Team - seit ihrem gemeinsamen Rücktritt 2018 sind beide in Vancouvers Management aktiv. Ihre Nummern 22 und 33 werden obendrein nicht mehr vergeben.

Luongo komplettiert das Canucks-Trio - Alfredsson schafft es ebenfalls

Ebenfalls Teil der Einführungs-Klasse dieses Jahr ist auch Roberto Luongo, langjähriger Goalie und Mitspieler der Sedins bei den Canucks.

Der Kanadier wurde 1997 an vierter Position von den New York Islanders ausgewählt, stand jedoch nur eine Saison zwischen den Pfosten der Isles. Einen Tag nach dem NHL-Draft 2000 wurde er per Tauschgeschäft zu den Florida Panthers transferiert. Nach sechs für Luongo größtenteils erfolgreichen Jahren entschied sich der Schlussmann für einen Wechsel zu den Canucks, bevor er 2014 zum Ende seiner Karriere noch einmal nach Florida zurückkehrte.

Über seine 20-jährige Karriere konnte der viermalige All-Star und zweimalige Olympiasieger 91,9 Prozent aller Schüsse auf sein Tor stoppen, ein Gewinn des Stanley Cups blieb auch ihm allerdings verwehrt. Dennoch sperrten die Florida Panthers im Jahr 2020 "seine" Nummer 1.

Herbert "Herb" Carnegie

Eishockey-Pionier Herbert "Herb" Carnegie ist ebenfalls in die Hockey Hall of Fame gewählt worden. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Auch Daniel Alfredsson, langjähriger Teamkollege des späteren Nürnbergers Daniel Heatley, hat es in die Hall of Fame geschafft. Der Schwede verbrachte einen Großteil seiner Karriere bei den Ottawa Senators und hält für das kanadische Team die Rekorde der meisten Tore, Assists und Punkte in einer Saison. Zudem konnte auch er im Jahr 2006 eine olympische Goldmedaille mit dem schwedischen Team erkämpfen.

Neben den vier ehemaligen NHL-Stars wurden auch noch die finnische Eishockeyspielerin Riikka Sallinen und der schwarze Eishockey-Pionier Herbert "Herb" Carnegie (jamaikanischer Herkunft, gründete 1954 eine der ersten Hockeyschulen) in die Hall of Fame gewählt.

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cfr

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