2. Bundesliga

HSV | Auch Muheim ist ein Gesicht des Sieges

Gestolpert und aufgestanden - Schweizer als Symbol für Walters HSV

Auch Muheim ist ein Gesicht des Sieges

Laufduell: Miro Muheim im Zweikampf mit Hannovers Nicolo Tresoldi (re.).

Laufduell: Miro Muheim im Zweikampf mit Hannovers Nicolo Tresoldi (re.). IMAGO/Joachim Sielski

Muheim war nach einem Anspiel von Daniel Heuer Fernandes unbedrängt ausgerutscht und hatte 96 das frühe Tor nach drei Minuten ermöglicht. "Wir kriegen früh auf die Fresse", sagt Sebastian Schonlau, "aber es stört keinen, wir spielen einfach weiter." Und genau das, findet Jonas Meffert, gilt auch für den in besagter Szene so unglücklichen Linksverteidiger.

"Man hat in den ersten Minuten danach gemerkt, dass Miro etwas verunsichert war", sagt der Ex-Kieler, "aber dann hat er sich wieder reingearbeitet." Und obwohl manch gut gemeintes danebenging, rein statistisch ein gutes Spiel gemacht: Der 24-Jährige legte mit 11 Kilometern die meisten aller HSV-Profis zurück, hatte mit 113 die meisten Ballkontakte und dazu mit 71 Prozent die beste Zweikampfquote.

Obwohl Muheim auch danach nicht fehlerfrei blieb, sprechen diese Werte nach dem fatalen Fehlstart dafür, wie sehr er und die Kollegen die Diktion von Tim Walter verinnerlicht haben. Widerstände und auch äußere Einflüsse, von denen es in den zurückliegenden Wochen mehr gab als es selbst für Hamburger Verhältnisse üblich ist, werden ausgeblendet.

Wir spielen im Stile einer Spitzenmannschaft

Jonas Meffert

Meffert verrät: "Der Trainer hat uns vorher gesagt, dass wir das machen sollen, was wir immer machen: unser Ding. Alles was außenrum passiert, können wir ohnehin nicht beeinflussen. Wir sollen uns auf uns konzentrieren und dafür sorgen, das über die Mannschaft geschrieben wird."

Tatsächlich liefert die positiven Schlagzeilen das Team, während es abseits des Rasens knirscht und kracht - geht es nach Meffert, ist dies mehr als eine Momentaufnahme. "Ich finde, inzwischen spielen wir auch im Stile einer Spitzenmannschaft. Aber wir müssen das über eine gesamte Saison hinbekommen und nicht nur über zehn Spieltage." Die sichtbaren Erfolge von Walters Willensschulung machen ihm Mut: "Es zeichnet uns aus, dass wir in jedes Spiel mit 100 Prozent Intensität gehen." 

Sebastian Wolff

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